Infineon-Aktie: Rückschlag in China!

Oberstes Volksgericht Chinas bestätigt Importverbot für Infineon-Chips wegen Patentverletzung. Aktie verliert.

Auf einen Blick:
  • Importverbot für Galliumnitrid-Produkte
  • Patentverletzung gegenüber Innoscience
  • Aktienkurs gibt um 1,6 Prozent nach
  • Wachstumschancen in China gefährdet

Infineon bereitet sich gerade unter Hochdruck darauf vor, seine neue Fabrik in Dresden in Betrieb zu nehmen. Das passiert mitten in einer Hochphase des KI-Booms, welcher zuletzt durch den Börsengang von SpaceX weiter befeuert wurde. Getrübt wird die Stimmung an der Börse allerdings durch eine Nachricht aus Fernost.

Wie in der „Stuttgarter Zeitung“ zu lesen ist, hat das Oberste Volksgericht Chinas eine einstweilige Verfügung gegen Infineon bestätigt. Bereits im Mai wurde jene verfügt, da Infineon bei bestimmten Galliumnitrid-Produkten gegen Patente von Innoscience verstoßen haben soll. Verboten sind nun Import und Verkauf und darüber hinaus soll eine Strafe von umgerechnet knapp 1,5 Millionen US-Dollar gezahlt werden.

Infineon hält sich bedeckt

Galliumnitrid zählt zu den Halbleitermaterialien der dritten Generation und es gewinnt derzeit auch in Rechenzentren zunehmend an Bedeutung. China ist dabei einer der am schnellsten wachsenden Märkte. Durch das Importverbot könnten Infineon daher einige Wachstumschancen durch die Lappen gehen.

Ob das Unternehmen noch juristisch gegen das Urteil vorgehen möchte oder welche Reaktion sonst kommen mag, darüber liegen bisher keine Informationen vor. Infineon äußerte sich dazu bislang nicht. An der Börse macht sich jedoch durchaus etwas Ernüchterung breit. Der Aktienkurs gab heute Morgen um 1,6 Prozent auf 79,70 Euro nach.

Infineon Aktie Chart

Auf Richtungssuche

Grundsätzlich kann die Infineon-Aktie sich auch hier noch sehen lassen. Doch die Euphorie hat einen kleinen Dämpfer erhalten. Zu Monatsbeginn konnte noch ein neues 52-Wochen-Hoch bei 89,72 Euro erreicht werden. Seither bestimmen Gewinnmitnahmen das Bild. Im Wachstum bleibt Infineon zwar grundsätzlich, doch stellen Anleger sich zunehmend die Frage, wie viel Zukunft bereits im Kurs steckt und ob man nicht vielleicht schon über das Ziel hinausgeschossen sein mag.

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