Der Chef von Infineon Technologies hat sich im Handelsblatt zu Wort gemeldet und dabei eine ziemlich konkrete Vision für die Zukunft seines Unternehmens gezeichnet. Jochen Hanebeck sieht in humanoiden Robotern den nächsten großen Wachstumsmarkt für Halbleiter. Seine Einschätzung ist dabei alles andere als vage.
„Das könnte ein Wachstumsmarkt werden wie heute bei Hochleistungshalbleitern in KI-Rechenzentren“, so Hanebeck am Mittwoch. Wer die Entwicklung bei KI-Chips in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß genau, was diese Aussage bedeutet. Hier geht es um dreistellige Milliardenmärkte.
Das Beste aus Sicht von Infineon ist jedoch die Ausgangslage. Hanebeck macht deutlich, dass sein Unternehmen schon heute viele der benötigten Mikrochips für menschenähnliche Roboter herstellen kann. Der Grund liegt im bestehenden Geschäft mit autonomem Fahren. Die dort entwickelten Technologien lassen sich offenbar direkt übertragen.
Infineon spart sich teure Entwicklungskosten
Genau dieser Punkt dürfte für Anleger besonders interessant sein. Während Wettbewerber erst aufwendige Entwicklungsarbeit leisten müssen, kann Infineon auf vorhandene Produkte zurückgreifen. Der Bedarf an neuer hauseigener Technologieentwicklung sei begrenzt, betont der CEO.
Das bedeutet im Klartext weniger Kosten und schnellere Marktreife. Infineon könnte damit zu den ersten Profiteuren gehören, wenn der Robotermarkt tatsächlich anzieht. Die Münchner haben ihre Hausaufgaben gemacht, ohne es ursprünglich auf Roboter abgesehen zu haben.
Ob sich diese Perspektive kurzfristig in steigenden Kursen niederschlägt, bleibt abzuwarten. Langfristig könnte Infineon hier jedoch eine Position aufbauen, die dem Unternehmen über Jahre hinweg Wachstum beschert. Die Weichen sind gestellt.
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