Infineon Aktie: Qualcomm baut auf ihre Mikrocontroller

Symbolbild, KI-generiert

Nach einem Rückgang im Zuge branchenweiter KI-Sorgen legte Infineon um 1,8 Prozent zu; Quartalszahlen folgen am 10. November.

Auf einen Blick:
  • Infineon-Aktie steigt um 1,8 Prozent
  • US-Wahl schürt Sorgen um KI-Ausbau
  • Villach-Investitionen von 1,1 Milliarden Euro angekündigt
  • Quartals- und Jahreszahlen am 10. November

Sorgen über mögliche politische Bremsen für KI-Rechenzentren in den USA haben Infineon am Donnerstag unter Druck gesetzt. Nach Angaben von dpa-AFX löste ein branchenweiter KI-Ausverkauf den Kursrutsch aus; gestern stabilisierte sich das Papier leicht. Die Aktie stieg gestern um 1,8% – nach dem Rückschlag des Vortages.

Rechenzentren zwischen Investitionen und Unsicherheit

Als Hintergrund nannte dpa-AFX den deutlichen Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen. Anleger fürchteten eine mögliche Verlangsamung des Ausbaus von KI-Rechenzentren und eine spätere Amortisierung der hohen Investitionen. Marktteilnehmer verwiesen dabei auf Sorgen über mögliche politische Eingriffe in den USA.

Infineon stellte am Dienstag ein neues OptiMOS-7-40-V-Leistungs-MOSFET-Portfolio vor. Nach Unternehmensangaben richtet es sich an KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur. Damit adressiert die Produktvorstellung unter anderem jene Infrastruktur, deren weiterer Ausbau die Anleger beschäftigte.

Auch im Fahrzeugbereich meldete Infineon eine Vereinbarung: Am Montag vereinbarte das Unternehmen mit Qualcomm Technologies ein mikrocontrollerbasiertes Designkonzept für Fahrzeugcomputer in softwaredefinierten Fahrzeugen. Infineon liefert dafür unter anderem AURIX-Mikrocontroller und OPTIREG-ICs.

Fertigungsausbau und bevorstehende Zahlen

Für den Standort Villach kündigte Infineon am 27. Oktober Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro an. Das Investitionsvorhaben reicht nach Unternehmensangaben bis 2034. Dort soll die weltweit erste Hochvolumenfertigung für Galliumnitrid-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern entstehen.

Für das Vorhaben sind 319 Millionen Euro Förderung im Rahmen des EU-Chips-Acts genannt. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Infineon hat den Fertigungsausbau damit angekündigt; die Produktion soll erst anlaufen.

Am 10. November veröffentlicht Infineon die Ergebnisse des vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2026. Laut Unternehmenskalender ist die Veröffentlichung für 7:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt.

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