Infineon hat heute die Markteinführung seines OptiMOS-7-Portfolios mit 40-Volt-MOSFETs für die Stromwandlung angekündigt. Nach Unternehmensangaben sind die Produkte verfügbar und bereits in Serienproduktion. Sie richten sich an KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur.
Stromversorgung für KI-Infrastruktur
Bei der Stromversorgung von KI-Rechenzentren arbeitet Infineon außerdem mit NVIDIA zusammen. Die am 21. Oktober bekanntgegebene Kooperation betrifft GaN-basierte Stromwandlungssysteme für 800-VDC-KI-Rechenzentren. Neben der heutigen Produkteinführung steht damit eine Zusammenarbeit mit NVIDIA auf diesem Gebiet.
Auch die Investitionen großer Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber stehen im Blick der Analysten. Jefferies bestätigte gestern Medienberichten zufolge die Kaufempfehlung für Infineon mit einem Kursziel von 96 Euro. Analyst Janardan Menon verwies dabei auf die Investitionen dieser Betreiber.
Die Aktie steigt heute um 1,9% auf 51,91 € und begleitet damit die Nachricht über die verfügbaren Produkte mit einem Kursgewinn.
Ausbau der GaN-Fertigung als Hintergrund
Vor gut einer Woche kündigte Infineon rund 1,1 Milliarden Euro Investitionen in bestehende Reinräume am Standort Villach an. Die Mittel sollen bis 2034 fließen. Dort plant das Unternehmen die Fertigung von GaN-Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern in hoher Stückzahl; der Produktionsstart ist bis Ende 2027 vorgesehen.
Ebenfalls vor gut einer Woche genehmigte die Europäische Kommission Österreichs staatliche Beihilfe von 319 Millionen Euro für Infineon Technologies Austria. Die Förderung betrifft die Modernisierung des Halbleiterstandorts Villach und das Projekt „Empowering Fab“ zur Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern.
Als nächster angekündigter Finanztermin folgt Medienberichten zufolge am 10. November 2026 die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026.
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