Infineon Aktie: Microsoft und NVIDIA sind mit an Bord

Symbolbild, KI-generiert

Neben dem Kursplus baut Infineon KI-Kooperationen aus und vereinbart eine mehrjährige Versorgung mit Siliziumkarbid-Wafern.

Auf einen Blick:
  • Infineon-Aktie legt heute 4,2 Prozent zu
  • Förderprogramm für 10 bis 15 Start-ups geplant
  • Infineon vertieft NVIDIA-Kooperation für KI-Rechenzentren
  • Mehrjähriger Wafer-Liefervertrag mit Wolfspeed vereinbart

Infineon profitiert heute Medienberichten zufolge von kräftigen Kursgewinnen bei US-Chipwerten und einer freundlicheren Stimmung im Halbleitersektor. Als zusätzlichen Branchenimpuls nennt der Bericht die neue Halbleiterpartnerschaft zwischen Volkswagen und NXP. Die Infineon-Aktie steigt heute um 4,2%.

Volkswagen und NXP haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. NXP soll Mikrocontroller für die künftige softwaredefinierte Fahrzeugarchitektur des Volkswagen-Konzerns liefern. Die Vereinbarung betrifft damit NXP als Lieferanten; für Infineon ordnet der Börsenbericht sie als Teil des positiven Branchenumfelds ein.

Auch der europäische Gesamtmarkt erholt sich heute. Reuters berichtet von steigenden europäischen Aktien bei nachgebenden Ölpreisen und positiven Unternehmensmeldungen.

Kooperationen für industrielle KI

Infineon startete am Donnerstag gemeinsam mit UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft und NVIDIA das Physical AI Growth Lab. Nach Unternehmensangaben richtet sich das kostenlose Förderprogramm an europäische Start-ups aus den Bereichen physische KI, Robotik und industrielle KI. Die Teilnehmer müssen dafür keine Unternehmensanteile abgeben.

Vorgesehen sind 10–15 Start-ups. Das Programm soll von Januar bis April 2027 laufen und ergänzt damit die Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen um die Förderung junger Technologieanbieter.

Am Mittwoch vertiefte Infineon zudem seine Zusammenarbeit mit NVIDIA bei Stromversorgungssystemen für KI-Rechenzentren. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben von Infineon Galliumnitrid-basierte Systeme für 800-Volt-Gleichstromarchitekturen, insbesondere der Hochvolt-Zwischenkreiswandler.

Liefervereinbarung für die Siliziumkarbid-Fertigung

Am 15. Oktober vereinbarten Infineon und Wolfspeed einen mehrjährigen Liefervertrag für Siliziumkarbid-Wafer. Infineon zufolge soll die Vereinbarung den Umstieg der Fertigung von 150 auf 200 Millimeter unterstützen. Als weiteres Ziel nennt das Unternehmen eine widerstandsfähigere Lieferkette.

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