Wer Infineon in diesem Jahr noch nicht auf dem Zettel hatte, schaut inzwischen auf ein Plus von gut 109 Prozent seit Jahresbeginn. Das ist kein kleiner Ausreißer, das ist eine Neubewertung. Und AlphaValue/Baader Europe liefert nun die Begründung nach, warum das noch nicht das Ende der Geschichte sein muss.
Zwei Treiber, ein Kursziel
Die Analysten haben ihre Gewinnprognosen für Infineon Technologies angehoben. Der Grund ist doppelt: Zum einen der wachsende Strombedarf rund um künstliche Intelligenz, zum anderen die Verlagerung der Automobilindustrie hin zum vernetzten, elektrifizierten Fahrzeug. Beides braucht Halbleiter, und Infineon sitzt an beiden Stellen gut im Geschäft.
Das ist keine neue Erkenntnis, aber offenbar eine, die die Analysten bisher zu konservativ eingepreist hatten.
KI frisst Strom, Infineon liefert die Lösung
Der Strombedarf von Rechenzentren, die KI-Modelle betreiben, steigt schneller als die meisten Prognosen vor zwei Jahren es vorhergesagt hätten. Infineon ist mit seinen Leistungshalbleitern genau dort positioniert, wo es teuer und knapp wird: bei der effizienten Umwandlung und Steuerung von Energie. Das ist kein Nischengeschäft mehr.
Smart Car als zweiter Rückenwind
Dazu kommt das Auto. Je mehr Elektronik, Sensorik und Software in ein Fahrzeug wandert, desto mehr Halbleiter braucht jedes einzelne davon. Infineon profitiert hier strukturell, nicht konjunkturell. Selbst wenn die Automobilnachfrage insgesamt schwächelt, steigt der Chipgehalt pro Fahrzeug weiter.
Die nächsten Quartalszahlen kommen am 28. September. Bis dahin hat die Aktie noch knapp drei Monate, um zu zeigen, ob die neuen Prognosen halten, was sie versprechen.
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