Infineon-Aktie: JPMorgan bleibt überzeugt – aus gutem Grund!

JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande bestätigt die Einstufung "Overweight" für Infineon. Normale Lagerbestände und ein neues Normal in der Industrie stützen die positive Einschätzung.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan belässt Infineon auf 'Overweight'
  • Lagerbestände in der Branche auf normalem Niveau, bei Speicherbausteinen sogar sehr mager
  • Autobranche und Industrie haben laut JPMorgan ein 'neues Normal' erreicht
  • Branchenindikatoren deuten auf weiter gute Kursentwicklungen hin

Sandeep Deshpande von JPMorgan hat sich die europäische Halbleiterbranche angeschaut und ist offenbar nicht unzufrieden mit dem, was er sieht. Die Einstufung für Infineon bleibt „Overweight“, und die Begründung klingt solider als das übliche Analysten-Einerlei.

Lagerbestände, das unterschätzte Signal

Deshpande hebt hervor, dass die Lagerbestände in der Branche insgesamt auf einem ganz normalen Niveau liegen. Bei Speicherbausteinen sogar sehr mager, was in der Halbleiterwelt ein klassischer Vorbote für anziehende Preise und steigende Auslastung ist. Wer die Zyklen kennt, weiß, was das bedeutet.

Dazu kommt, was Deshpande das „neue Normal“ nennt: Autobranche und Industrie haben sich nach den turbulenten Jahren der Lieferkettenprobleme und Lageraufblähungen neu kalibriert. Infineon, als einer der wichtigsten Zulieferer genau dieser Segmente, sitzt damit strukturell gut.

Infineon Technologies AG Aktie Chart

Nicht nur Infineon

Deshpande setzt neben Infineon auch auf ASM International, BE Semiconductor und VAT. ASML hingegen sei zuletzt relativ schwach gelaufen und habe Nachholpotenzial, so der Analyst. Das ist eine interessante Verschiebung: Wer bislang reflexartig auf ASML gesetzt hat, bekommt hier zumindest einen Denkanstoß.

Die Branchenindikatoren insgesamt deuteten auf weiter gute Kursentwicklungen hin, schreibt Deshpande. Für Infineon-Anleger ist das kein schlechtes Umfeld, in dem man sich befinden kann.

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