Infineon baut seine Position im schnell wachsenden Geschäft mit KI-Rechenzentren aus: Der deutsche Halbleiterkonzern übernimmt nach eigenen Angaben das indische Unternehmen C2i Semiconductors.
Der Kaufpreis wurde nicht genannt, der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet. C2i entwickelt Lösungen für die Stromversorgung von KI-Servern und soll Infineons bestehendes Angebot an Leistungshalbleitern und Stromversorgungssystemen ergänzen.
Infineon-Aktie: KI braucht nicht nur Chips, sondern auch Strom
Der Hintergrund ist der enorme Energiebedarf moderner KI-Rechenzentren. Leistungsfähige KI-Beschleuniger benötigen immer mehr Strom, der möglichst effizient und zuverlässig zu den einzelnen Chips gebracht werden muss. Genau darauf ist C2i spezialisiert.
Das Unternehmen entwickelt unter anderem digitale Steuerungen für die Stromversorgung und sogenannte Smart Power Stages. Vereinfacht gesagt helfen diese Bauteile dabei, die elektrische Energie innerhalb eines Servers möglichst effizient auf die verschiedenen Komponenten zu verteilen. C2i arbeitet außerdem an neuen Lösungen, bei denen die Stromversorgung noch näher an den Prozessor heranrückt.
Für Infineon ist das strategisch interessant, weil der Konzern damit nicht nur von der steigenden Zahl an KI-Chips profitiert, sondern auch von der Infrastruktur rund um diese Chips. Infineon will durch die Übernahme seine Lösungen für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren vom Stromnetz bis hin zum einzelnen Prozessor erweitern.
Infineon-Aktie: Indien wird wichtiger
Gleichzeitig stärkt Infineon mit der Übernahme seine Präsenz in Indien. C2i sitzt in Bengaluru und bringt ein erfahrenes Entwicklerteam mit. Infineon will dort ein neues Kompetenzzentrum für digitale Stromversorgungstechnologien aufbauen.
Die Infineon-Aktie legte am Mittwochmorgen leicht um 0,5 % auf 55,1 Euro zu. Der Chip-Titel notiert damit weiterhin deutlich unter dem Niveau von Anfang Juni (Stand: 26.08.2026, 9:45 Uhr).
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