Infineon hat gestern im Sog eines breiten Ausverkaufs bei Technologie- und Halbleiterwerten 11% verloren. Medienberichten zufolge belasteten wachsende Sorgen um die KI-Branche das Umfeld; dabei ging es auch um eine mögliche stärkere Regulierung des KI-Ausbaus in den USA. Die Aktie beendete den Handel bei 45,05 €.
Neue Produkte für KI-Infrastruktur und Fahrzeuge
Auf Unternehmensseite brachte Infineon am Dienstag die OptiMOS-7-40-V-MOSFET-Produktfamilie auf den Markt. Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das Angebot an Anwendungen in KI-Servern, Rechenzentren und der Telekommunikationsinfrastruktur. Damit gehört die Infrastruktur für künstliche Intelligenz zu den ausdrücklich genannten Einsatzfeldern dieser Produkte.
Für softwaredefinierte Fahrzeuge hat Infineon zudem die neue Mikrocontrollerplattform AURIX RC1 vorgestellt. Als weiteres Anwendungsfeld nennt das Unternehmen Physical-AI-Anwendungen. Muster der Plattform sollen nach Angaben von Infineon in der ersten Hälfte 2027 verfügbar sein. Bei diesem Zeitplan handelt es sich um die angekündigte Verfügbarkeit von Mustern, nicht um eine bereits erfolgte Auslieferung.
Zusammenarbeit mit Qualcomm und Messeauftritt
Am Montag vereinbarten Infineon und Qualcomm Technologies außerdem eine Zusammenarbeit für softwaredefinierte Fahrzeuge. Gegenstand der Vereinbarung ist ein mikrocontrollerbasiertes Subsystem für Qualcomms Snapdragon-Ride-Referenzplattformen. Die Zusammenarbeit bezieht sich damit auf die Entwicklung eines Subsystems für diese Referenzplattformen und ergänzt die Produktnachrichten von Infineon im Fahrzeugbereich.
Als nächster angekündigter Auftritt steht die electronica in München an. Die Messe beginnt am 10. November. Infineon hat angekündigt, dort vom 10. bis 13. November die AURIX-RC1-Familie vorzustellen. Auf dem Messeprogramm des Unternehmens steht damit jene Mikrocontrollerfamilie, deren angekündigte Einsatzfelder sowohl softwaredefinierte Fahrzeuge als auch Physical-AI-Anwendungen umfassen.
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