Goldman Sachs meldete am Mittwoch für Infineon eine Stimmrechtsposition einschließlich Instrumenten von 5,70 %, nach zuvor 4,81 %. Gestern fiel die Aktie um 4,5% – Medienberichten zufolge im Sog des enttäuschenden Intel-Ausblicks, der europäische Halbleiterwerte belastete.
Stimmrechtsposition erhöht, Branchenumfeld belastet
Die in der Goldman-Sachs-Mitteilung genannte Schwelle wurde am 21. Oktober erreicht. Die Meldung bezieht sich auf die Gesamtposition einschließlich Instrumenten.
Für den Druck auf die Chipbranche nannten Medienberichte Intels Umsatzprognose von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar gegenüber einer Analystenerwartung von 17,1 Milliarden US-Dollar. Als weitere Belastungsfaktoren führten sie Sorgen über die PC-Nachfrage und die Nachhaltigkeit hoher KI-Investitionen an.
Kooperationen für KI-Stromversorgung und Robotik
Bei Infineon selbst gab es am Montag eine Nachricht zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren: Nach Unternehmensangaben liefert Infineon 900-V-GaN-Schalter für Solid-State-Transformatoren von Enphase Energy. Enphase leitete die Entwicklung und Systemdemonstration, während Infineon Bauteiltechnologie und Engineering beisteuerte. Die Zusammenarbeit umfasst damit Beiträge beider Unternehmen zur Entwicklung des Systems.
Bereits am 21. Oktober hatten Infineon und NVIDIA ihre Zusammenarbeit an Stromversorgungssystemen für KI-Rechenzentren ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen GaN-basierte Hochspannungs-Zwischenbuswandler für 800-V-Gleichstromarchitekturen, wie Infineon mitteilte.
Am 22. Oktober startete Infineon zudem gemeinsam mit UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft und NVIDIA das „Physical AI Growth Lab“. Das Accelerator-Programm richtet sich an europäische Start-ups in den Bereichen Physical AI, Robotik und industrielle KI. Es ist eigenkapitalfrei und läuft von Januar bis April 2027.
Als nächster Finanztermin ist der 10. November vorgesehen: Infineon soll dann die Geschäftsjahresergebnisse und den Ausblick veröffentlichen. Der Termin ist im Finanzkalender als vorläufig gekennzeichnet.
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