Infineon Aktie: Erholung vor Widerstand

Symbolbild, KI-generiert

Trumps zurückhaltender Regulierungsansatz stützt die Chipbranche; PCE-Daten und Microns Zahlen stehen als nächste Prüfsteine an.

Auf einen Blick:
  • Infineon gewinnt am Mittwochvormittag 1,1 Prozent
  • September-Hoch liegt bei 60,79 Euro
  • Trump setzt bei KI auf Selbstkontrolle
  • Micron veröffentlicht Zahlen nach US-Börsenschluss

Infineon meldet sich nach schwächeren Handelstagen zurück. Die Aktie nähert sich dem September-Hoch bei 60,79 Euro, und ausgerechnet ein Signal aus Washington liefert den Rückenwind. Ob er trägt, hängt auch von Daten ab, die am Nachmittag anstehen.

Gewinne erst gestern, weiter heute

Schon am Dienstag legte der Kurs kräftig zu: Zeitweise stand ein Plus von gut vier Prozent auf rund 59,50 Euro zu Buche. Die Marke von 60 Euro rückte damit in Reichweite. Am Mittwochvormittag kamen weitere 1,1 Prozent hinzu.

Chartseitig gilt die Zone um 55 Euro als Unterstützung, die den Kurs zuletzt gehalten hat. Nach oben markiert das September-Hoch den nächsten Widerstand.

Trump lässt der KI-Branche Spielraum

Als Stimmungstreiber gelten Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Bei einem Gipfeltreffen mit Vertretern der großen amerikanischen KI-Konzerne machte er klar, dass er bei dem Megatrend weitgehend auf Selbstkontrolle der Unternehmen setzt. Marktexperte Stephen Innes sagte, Trump habe ein unmittelbares Risiko für KI-Investments entschärft.

Das nützt Infineon indirekt. Der Konzern profitiert von der Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren, sodass jede Entspannung bei der Regulierung die Branchenstimmung stützt.

Im europäischen Chipsektor fiel die Erholung allerdings uneinheitlich aus. STMicroelectronics rutschte moderat ins Minus. Zulieferer wie Siltronic, Aixtron und Suss Microtec legten dagegen zwischen 1,5 und 3,4 Prozent zu. LPKF brach nach einer Prognosesenkung deutlich ein.

Inflationsdaten und Micron als Prüfsteine

Große Euphorie blieb aus. Ungelöste Konflikte in Fernost, hohe Ölpreise und Verwerfungen an den Anleihemärkten bremsen weiterhin. Am Nachmittag steht der US-Preisindex PCE an. Kyle Rodda von Capital.com erwartet hartnäckige Preissteigerungen deutlich über dem Zielwert.

Zusätzlich richtet sich der Blick auf Micron. Der Speicherchip-Hersteller legt nach US-Börsenschluss Zahlen vor, die Erwartungen sind hoch. Fallen sie stark aus, könnte das den Chipsektor weiter stützen. Für Infineon entscheidet sich zunächst, ob der Kurs das September-Hoch bei 60,79 Euro knackt oder ob die Zone um 55 Euro erneut getestet wird.

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