Infineon-Aktie: Diese eine Ausnahme!

Die Aktie von Infineon kommt seit dem Quartalsbericht nicht recht voran, trotz ambitionierter Prognosen. Eine Bank allerdings blieb bei einem niedrigen Kursziel.

Auf einen Blick:
  • Die Infineon-Aktie kommt seit den Quartalszahlen nicht in die Spur
  • Fast alle Analysten hatten den Chiphersteller zum Kauf empfohlen
  • Bernstein Research erwartet ein Kursplus von fast 60 Prozent
  • Die schweizer UBS war als einzige skeptisch, das Kursziel blieb niedrig

Die Aktie von Infineon ist mit einem kleinen Aufschlag in den frühen Handel am Donnerstag gestartet: Auf Tradegate ging es in der ersten Stunde um 1,5 Prozent nach oben auf rund 64 Euro. Einen echten Ausbruch allerdings erleben die Papiere des deutschen Chipherstellers dennoch nicht. Seit ihrem Höchststand im Juni, ausgebildet bei knapp 90 Euro, haben sie noch immer fast 30 Prozent an Wert eingebüßt. Dabei waren sich die Analysten nach den Quartalszahlen zum Monatsanfang doch so sicher, dass der Aufschwung bei der Infineon-Aktie kommen wird. Mit einer Ausnahme.

Nach Zahlen: Infineon-Kursziele bis 102 Euro

Denn tatsächlich hatten diverse Banken und Analysehäuser laut finanzen.net hohe Kursziele für die Aktie von Infineon aufgerufen. Allen voran Bernstein Research, wie folgende Auflistung belegt:

  • Goldman Sachs: 91,00 EUR, +41,00%
  • Bernstein Research: 102,00 EUR, +58,04%
  • Deutsche Bank: 85,00 EUR, +31,70%
  • Jefferies: 96,00 EUR, +48,74%

Der im Vergleich zum Vorquartal um 5 auf 30 Milliarden Euro gestiegene Auftragsbestand spiegele die Investitionen der Kunden in Künstliche Intelligenz bei Infineon wider, argumentierte Bernstein-Analyst David Dai. Auch die Prognosen des Chip-Herstellers für die Preise seien stark, schrieb er. Doch es gab auch eine gegenteilige Meoinung.

UBS beließ Infineon-Aktie lediglich auf „Neutral“

Denn tatsächlich war die schweizer Großbank UBS als einziges Institut skeptisch: Analyst Francois-Xavier Bouvignies hatte das Kursziel für Infineon nach Quartalszahlen nur leicht von 61 auf 64 Euro angehoben und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Trotz der weiter starken Nachfrage im KI-Bereich seien „die Zahlen hinter den Markterwartungen zurückgeblieben“, schrieb er Der Grund dafür dürfte ein weniger günstiger Profitabilitätsausblick, bedingt durch den wachsenden Wettbewerbsdruck in China, gewesen sein. Mit dieser Einschätzung allerdings stand die UBS recht alleine da – und scheint bislang dennoch den richtigen Riecher zu haben.

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