Infineon Aktie: 319 Millionen Förderung für Villach geplant

Symbolbild, KI-generiert

Neue 40-Volt-MOSFETs ergänzen Infineons Angebot; Partnerschaften und geplante Investitionen stärken den Fokus auf KI-Rechenzentren.

Auf einen Blick:
  • 40-Volt-MOSFETs bereits serienverfügbar
  • Kooperation mit SOLUM soll wachsen
  • Dreijährige Partnerschaft mit Vertiv vereinbart
  • Rund 1,1 Milliarden Euro für Villach angekündigt

Infineon hat am Dienstag neue OptiMOS-7-MOSFETs für KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur angekündigt. Die 40-V-Bauteile sind nach Unternehmensangaben bereits in Serienproduktion verfügbar und auf höhere Effizienz sowie eine höhere Leistungsdichte ausgelegt.

Stromversorgung für KI-Rechenzentren

Bei der Stromversorgung von KI-Rechenzentren setzt Infineon auch auf Partnerschaften. In dieser Woche unterzeichneten Infineon und SOLUM eine Absichtserklärung, ihre Zusammenarbeit bei Hochspannungs-Gleichstromlösungen auszuweiten. Nach Angaben von Infineon soll sie künftig auch Zwischenkreiswandler, Batterie-Backup-Einheiten und Netzteile umfassen.

Ebenfalls in dieser Woche vereinbarten Infineon und Vertiv eine dreijährige strategische Zusammenarbeit. Laut Vertiv soll Infineon das Produktportfolio mit Silizium- und Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern versorgen. Die Vereinbarung schließt auch Stromversorgungssysteme mit 800 Volt Gleichspannung ein.

An der Börse standen dagegen die Risiken des KI-Ausbaus im Vordergrund. Nach Angaben von dpa-AFX stabilisierte sich Infineon gestern nach dem vorausgegangenen Kursrutsch etwas. Als Belastungsfaktoren nannte die Agentur den Druck auf KI- und Chipwerte nach den US-Zwischenwahlen sowie Sorgen über den Ausbau von KI-Rechenzentren.

Investitionen in die Fertigung

Für den Produktionsstandort Villach kündigte Infineon am 27. Oktober Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro an. Reuters zufolge sollen die Mittel der Modernisierung des Werks und dem Ausbau der Fertigung von GaN-Leistungshalbleitern dienen.

Infineon plant dort eine Hochvolumenfertigung auf 300-Millimeter-Wafern. Nach Unternehmensangaben ist dafür eine Förderung von 319 Millionen Euro im Rahmen des Europäischen Chips Acts vorgesehen.

Der nächste angekündigte Finanztermin ist der 10. November: Dann will Infineon die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 veröffentlichen. Vom 10. bis 13. November ist außerdem ein Auftritt auf der electronica in München geplant.

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