Vorbörslich um 20 Prozent nach oben. Das ist kein Ausreißer, das ist eine Ansage. Die Impinj-Aktie reagierte am Donnerstag auf einen Q2-Ausblick, der die Konsensschätzungen der Analysten so deutlich übertrifft, dass man sich fragt, wie weit deren Modelle von der Realität entfernt waren.
Die Zahlen, die alles erklären
CFO Cary Baker nannte auf dem Earnings Call eine Q2-Umsatzprognose zwischen 103 und 106 Millionen Dollar, Mittelpunkt also bei rund 104,5 Millionen. Der Konsens lag bei gerade mal 96,5 Millionen Dollar. Das ist kein knappes Übertreffen. Beim Non-GAAP-EPS erwartet Impinj zwischen 0,77 und 0,82 Dollar, der Konsens hatte 0,70 Dollar auf dem Zettel.
Dazu kommt ein bereinigtes EBITDA zwischen 27,8 und 29,3 Millionen Dollar für das zweite Quartal.
Impinj Aktie Chart
Q1 war schon besser als gedacht
Und das, obwohl das erste Quartal selbst keine Rakete war. 74,3 Millionen Dollar Umsatz, weitgehend flach zum Vorjahr, aber eben über den Analystenerwartungen. Non-GAAP-EPS von 0,14 Dollar, in line. CEO Chris Diorio sprach von „soliden Ergebnissen“ und verwies darauf, dass die Endpoint-IC-Buchungen einen Allzeit-Rekord erreicht hätten, was den starken Q2-Ausblick erst möglich macht.
Vorsicht für die zweite Jahreshälfte
Diorio selbst bremst allerdings schon etwas: „Angesichts des derzeit unberechenbaren Makroumfelds gehen wir die zweite Jahreshälfte vorsichtig an, auch wenn wir Marktanteile und Wachstum weiter verfolgen“, sagte er auf dem Call. Ein CEO, der gleichzeitig von Rekord-Buchungen und makroökonomischer Vorsicht spricht, hat eben mit zwei Wahrheiten zu jonglieren.
Ob die 20 Prozent vorbörslich am Ende des Handelstages noch stehen, ist eine andere Frage. Aber dass Impinj die Analysten mit diesem Ausblick kalt erwischt hat, steht schon mal fest.
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