Impact Silver liefert gerade eine ungewöhnliche Mischung: Der Kurs springt an, während operativ ein wichtiges Projekt pausiert. Hinter der Bewegung steckt nicht nur Silberstimmung, sondern auch ein strategischer Umbau in Mexiko. Genau das macht die Aktie derzeit interessanter als der reine Chart vermuten lässt.
Chart sendet Kaufsignal
Nach einer kurzen Gewinnserie endete der Lauf am 11. Mai mit einem Tagesplus von 6,02 Prozent. Der jüngste Anstieg summiert sich inzwischen auf rund ein Drittel. Technische Analysten werten die Aktie deshalb als Kaufkandidaten.
Der jüngste Schub führte den Kurs von 0,219 auf 0,233 Dollar. Knapp darüber wartet eine Widerstandszone nahe 0,240 Dollar. Dort könnten frühere Umsätze den weiteren Anstieg bremsen.
Unterstützung liegt zunächst bei 0,220 Dollar, darunter bei 0,212 Dollar. Auffällig ist, dass das Handelsvolumen zuletzt nicht mehr im gleichen Tempo mitzog. Der Ausbruch ist also sichtbar, aber noch nicht breit unterlegt.
In Frankfurt lag der Schlusskurs am Dienstag bei 0,20 Euro; auf Monatssicht steht ein Plus von 30,82 Prozent. Seit Jahresanfang bleibt allerdings ein Minus von 25,92 Prozent, was die Erholung klar relativiert.
Plomosas wird neu ausgerichtet
Operativ läuft parallel ein Strategiewechsel. Impact Silver hat Anfang 2026 den Untertagebau im Zink-Blei-Silber-Projekt Plomosas in Nordmexiko vorübergehend ausgesetzt. Eine Managementprüfung kam zu dem Ergebnis, dass die bisherigen Abbaupläne unter aktuellen Kostenstrukturen zusätzlichen Entwicklungsaufwand brauchen.
Statt die Anlage stillliegen zu lassen, verhandelt das Unternehmen in fortgeschrittenem Stadium mit benachbarten Minenbetreibern. Die bestehende Aufbereitungsanlage soll Fremderz verarbeiten und damit stärker in Richtung Lohnaufbereitung rücken. Das könnte laufende Mittelzuflüsse schaffen, während eigene geologische Modelle und Minenpläne überarbeitet werden.
Bilanz gibt Spielraum
Der Rückenwind kommt auch aus den Jahreszahlen. Für 2025 meldete Impact Silver Rekordumsätze von 48,5 Millionen Dollar, ein Anstieg um 52 Prozent. Treiber waren höhere Metallpreise und eine striktere Kostenführung im Royal-Mines-of-Zacualpan-Distrikt.
Zum Jahresende verfügte die Gesellschaft über 23,7 Millionen Dollar an Barmitteln sowie garantierte Anlagezertifikate im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Langfristige strukturierte Schulden weist Impact Silver nicht aus. In einer Übergangsphase ist das ein wichtiges Polster.
Bei Plomosas ruht die Produktion, die Exploration bleibt aktiv. In Chihuahua arbeitet das Unternehmen entlang eines sechs Kilometer langen Trends, während Zacualpan weiter hochgradige Treffer liefert. An der Carlos-Pacheco-Erweiterung der Noche-Buena-Mine wurden 1.295 Gramm Silber je Tonne über 0,61 Meter gemeldet.
Für den weiteren Jahresverlauf will das Management den Produktionsmix stärker auf höhergradige Gangsysteme ausrichten. Auch Zonen mit niedrigeren Gehalten werden geprüft, sofern sie die Auslastung der Guadalupe-Anlage verbessern. Der Kurs hat die operative Wende bereits teilweise vorweggenommen; tragfähig wird die Bewegung, wenn Plomosas als Lohnmühle Mittelzuflüsse liefert oder Zacualpan die höheren Gehalte in Produktion übersetzt.
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