Die Aktie von ImmunityBio bewegte sich in den vergangenen Tagen volatil. Nach einem Anstieg von knapp 2 Prozent im nachbörslichen Handel am Donnerstag hatte das Papier zuvor in vier Handelstagen rund 10 Prozent verloren. Auslöser für die jüngste Erholung waren Aussagen von CEO Richard Adcock, wonach die Blasenkrebs-Therapie Anktiva möglicherweise bereits vor einer formalen FDA-Zulassungserweiterung einem breiteren Patientenkreis zugänglich werden könnte. Das Unternehmen hat kürzlich eine ergänzende Biologics License Application eingereicht, um die Zulassung auf papilläre Blasenkrebsformen auszuweiten.
Off-Label-Verschreibungen könnten Markt früher öffnen
Auf der Citizens Life Sciences Conference erläuterte Adcock, dass Ärzte Anktiva für papilläre Blasenkrebsformen verschreiben könnten, sobald die Therapie in die Behandlungsrichtlinien des National Comprehensive Cancer Network aufgenommen wird. Diese Richtlinien werden von Ärzten und Versicherungen weithin beachtet. Das Unternehmen hat bereits unterstützende Daten eingereicht. Eine solche Aufnahme würde den adressierbaren Markt erweitern, noch bevor die FDA eine formale Zulassungserweiterung erteilt.
Adcock betonte zudem einen wichtigen regulatorischen Meilenstein: „Die FDA hat uns eingeladen, diesen Antrag einzureichen“, sagte er mit Blick auf die eingereichte Ergänzung. In den kommenden 60 Tagen dürfte sich zeigen, ob die Behörde den Antrag annimmt. Derzeit ist Anktiva in den USA zusammen mit BCG für Patienten mit BCG-resistentem nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs mit Carcinoma in situ zugelassen.
Globale Expansion bei anhaltenden Verlusten
Das Unternehmen treibt die internationale Vermarktung voran. Anktiva ist mittlerweile in 33 Ländern zugelassen, nachdem die Europäische Kommission kürzlich eine bedingte Marktzulassung erteilte. Adcock kündigte an, dass ImmunityBio 2026 zu einem „sehr globalen Unternehmen“ werden dürfte, mit substanziellen Umsätzen ab 2027. Parallel laufen zwei zulassungsrelevante Studien bei Lungenkrebs.
Allerdings steht dem ehrgeizigen Wachstumskurs eine angespannte Finanzlage gegenüber. Das Unternehmen verzeichnet weiterhin hohe Nettoverluste und verfügt über eine Cash-Reichweite von weniger als einem Jahr. Prognosen gehen von einem Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 435,5 Millionen Dollar bis 2029 aus, was ein jährliches Umsatzwachstum von knapp 119 Prozent erfordern würde.
Für Anleger ist entscheidend, wie sich die regulatorischen Entscheidungen in den USA und die internationale Expansion auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Konzentration auf ein einzelnes Kernmedikament bleibt ein zentrales Risiko, während die Finanzierungsfrage zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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