Imerys hat nach steigenden Quartalsergebnissen die Gewinnprognose angehoben. Die Aktie legt heute um 7,9% zu. Den Anlass liefern die gestern veröffentlichten Zahlen: Das bereinigte operative Ergebnis wuchs stärker als der Umsatz. Zugleich erhöhte Imerys sowohl die Untergrenze als auch die Obergrenze seiner Jahresprognose.
Ergebnis wächst stärker als Umsatz
Im dritten Quartal 2026 erzielte Imerys einen Umsatz von 884 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen des Konsolidierungskreises entspricht das einem Plus von 2,9%.
Diese Bereinigung ist für die Einordnung wichtig: Die Wachstumsangabe beschreibt die Entwicklung bei vergleichbaren Wechselkursen und vergleichbarem Unternehmensumfang. Sie ist damit nicht ohne Weiteres mit einer unbereinigten Umsatzveränderung gleichzusetzen.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, kurz EBITDA, erreichte 160 Millionen Euro. Der Zuwachs betrug 10,8%.
Damit fiel das Ergebniswachstum deutlicher aus als die bereinigte Umsatzsteigerung. Für Anleger ist dieser Unterschied ein wesentlicher Punkt der Quartalsmeldung: Imerys verzeichnete nicht nur höhere Erlöse, sondern auch einen überproportionalen Anstieg der bereinigten Ergebniskennzahl.
Höhere Erwartungen für das Gesamtjahr
Für 2026 erwartet Imerys jetzt ein bereinigtes EBITDA von 570 bis 590 Millionen Euro.
Die neue Bandbreite verschiebt den erwarteten Ergebniskorridor insgesamt nach oben. Die Anhebung betrifft also nicht allein das günstigste Szenario. Auch am unteren Ende setzt Imerys inzwischen einen höheren Wert an.
Zuvor hatte die Prognose bei 550 bis 580 Millionen Euro gelegen.
Die höhere Erwartung ist allerdings noch kein abgeschlossenes Jahresergebnis. Der nächste Termin zur Überprüfung ist die für den 18. Februar 2027 vorgesehene Veröffentlichung der Jahreszahlen. Dann lässt sich beurteilen, ob Imerys die angehobene Spanne erreicht hat.
Beauvoir-Konzession mit weiteren Genehmigungsschritten
Neben dem operativen Geschäft gibt es beim Lithiumprojekt Emili eine Entwicklung. Medienberichten vom 21. Oktober zufolge hat Frankreich die Bergbaukonzession für Beauvoir per Dekret bis 2075 erteilt.
Vor einem Baubeginn sind dem Bericht zufolge jedoch weitere Genehmigungen erforderlich. Die Konzession ist deshalb nicht mit einer vollständigen Freigabe des Baus gleichzusetzen.
Für den heutigen Kursanstieg steht die Ergebnis- und Prognosemeldung im Vordergrund. Sie liefert einen konkreten Maßstab für die kommenden Jahreszahlen. Beim Lithiumprojekt bleibt dagegen die Unterscheidung zwischen erteilter Konzession und den noch erforderlichen Genehmigungen entscheidend.
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