Die Nachricht sitzt. IHS Towers wird von der MTN Group übernommen, und zwar komplett. 8,50 Dollar je Aktie zahlt der panafrikanische Mobilfunkbetreiber in bar. Das klingt zunächst nach einem soliden Deal, doch die Zahlen dahinter zeigen eine andere Geschichte. Denn gemessen am Aktienkurs bei Ankündigung der strategischen Prüfung im März 2024 bedeutet das satte 239% Aufschlag. Klar, zum unbeeinflussten Schlusskurs von 8,23 Dollar am 4. Februar 2026 sind es nur magere 3% Premium. Aber wer hätte vor knapp zwei Jahren gedacht, dass die Aktie so durch die Decke geht?
Die Transaktion bringt IHS Towers auf einen Unternehmenswert von etwa 6,2 Milliarden Dollar. MTN rollt seine bestehende 24%-Beteiligung ein, legt rund 1,1 Milliarden Dollar Cash drauf, nutzt weitere 1,1 Milliarden aus der IHS-Kasse und übernimmt die bestehenden Schulden. Der Vorstand von IHS hat dem Deal einstimmig zugestimmt und empfiehlt den Aktionären die Annahme. MTN selbst wird alle eigenen IHS-Anteile dafür stimmen lassen, und auch Langzeit-Investor Wendel hat seine Unterstützung signalisiert. Zusammen bringen die beiden über 40% der Stimmen auf die Waage.
Afrika bekommt seinen Tower-Riesen zurück
Was bedeutet das nun konkret? IHS Towers verschwindet von der Börse und wird komplett in MTN integriert. Für MTN ist das ein strategischer Coup. Der Konzern holt sich seine Türme zurück und stärkt damit die eigene Infrastruktur massiv. Ralph Mupita, CEO von MTN, spricht von einem „pivotalen Schritt“ für die Zukunft digitaler Infrastruktur in Afrika. Klingt nach Marketing, ist aber nicht ganz falsch. Mit über 37.000 Türmen in sieben Märkten wird MTN zum dominierenden Infrastruktur-Player auf dem Kontinent.
Für IHS-Aktionäre ist die Sache klar. Sie bekommen Cash auf die Hand und müssen sich nicht mehr mit der Volatilität afrikanischer Märkte herumschlagen. Chairman Sam Darwish bedankt sich artig für 25 Jahre Aufbau und verweist auf die „signifikante Wertschöpfung“ während der strategischen Prüfung. Die Zahlen geben ihm Recht, auch wenn der finale Aufschlag zum aktuellen Kurs überschaubar bleibt.
Der Deal soll noch 2026 über die Bühne gehen, vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen. IHS muss zuvor noch seine lateinamerikanischen Tower- und Glasfaser-Geschäfte verkaufen, um die Finanzierungsbedingungen zu erfüllen. Mindestens 355 Millionen Dollar Cash müssen zum Closing auf der Bilanz stehen. Klappt das alles, ist IHS Geschichte als börsennotiertes Unternehmen. Anleger können sich jetzt zurücklehnen und auf den Scheck warten.
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