Was noch am Montagabend als Gerücht durch die Finanzwelt ging, ist nun amtlich: Icahn Enterprises verkauft die Autowerkstattkette Pep Boys an Mavis Tire Express Services. Der Kaufpreis liegt bei rund 700 Millionen Dollar in bar, eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet.
Aus einer Milliarde werden 700 Millionen
Icahn Enterprises hatte Pep Boys 2016 nach einem intensiven Bieterwettstreit mit dem japanischen Reifenhersteller Bridgestone für eine Milliarde Dollar übernommen. Zehn Jahre später trennt sich das Beteiligungsunternehmen von Carl Icahn wieder von der Kette – zu einem deutlich niedrigeren Preis als beim Einstieg.
Für Mavis ist der Zukauf ein handfester Wachstumsschritt. Die knapp 800 Pep-Boys-Standorte erweitern das Servicenetz des Unternehmens auf mehr als 4.400 Standorte in den USA und Kanada. Besonders im Westen der USA, wo Pep Boys traditionell stark vertreten ist, füllt Mavis damit eine Lücke im eigenen Netzwerk.
Icahn Enterprises behält bei der Transaktion einige wertvolle Bausteine zurück: die Immobilien, die zuvor von Pep Boys übertragen wurden, sowie die Marken AAMCO Transmissions und Precision Tune Auto Care. Das Unternehmen zieht sich also nicht komplett aus dem Automotive-Geschäft zurück, sondern konzentriert sich auf die verbliebenen Sparten.
Der Abschluss der Transaktion wird für die kommenden Monate erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen. Jefferies fungiert als exklusiver Finanzberater von Mavis, auf Icahn-Seite begleitet Brown Rudnick als Rechtsberater den Deal.
Die Aktie von Icahn Enterprises reagierte auf die Nachricht vorbörslich mit einem Plus von gut zwei Prozent. Für das Unternehmen, das zuletzt vor allem durch Schuldenabbau und ein geschrumpftes Portfolio auffiel, dürfte der Verkaufserlös zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen.
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