IBM setzt seinen starken Lauf ins neue Jahr fort. Der Kurs liegt derzeit um 312 US‑Dollar und baut damit die rund 35‑prozentige Rally aus 2025 weiter aus. Rückenwind kommt vor allem von wachsender Nachfrage im Bereich Unternehmens‑KI und Infrastruktur – sowie von anziehender Unterstützung durch institutionelle Investoren.
Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob der Aufwärtstrend durch Fundamentaldaten gedeckt ist oder vor allem von Erwartungen lebt.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Mehrere Adressen aus dem institutionellen Lager haben ihre IBM‑Bestände zuletzt deutlich erhöht. Arkadios Wealth Advisors steigerte seine Position um 21 % auf 31.803 Aktien im Wert von rund 8,97 Mio. US‑Dollar. Insgesamt halten Institutionelle derzeit etwa 58,96 % der ausstehenden IBM‑Aktien.
Auch andere Häuser haben in den vergangenen Quartalen zugekauft:
- Family CFO Inc: Neuengagement im zweiten Quartal
- Highline Wealth Partners LLC: Aufstockung um 85 %
- Copia Wealth Management: Erhöhung der Position um 57,6 %
Diese Zuflüsse stützen das Bild einer Aktie, die zunehmend von professionellen Investoren getragen wird.
Unternehmens-KI gewinnt an Fahrt
IBM schärft sein Profil im Enterprise‑KI‑Geschäft. Mit „Enterprise Advantage“ hat der Konzern einen neuen, asset‑basierten Beratungsservice gestartet. Ziel ist es, Kunden beim Aufbau, bei der Steuerung und beim Betrieb interner KI‑Plattformen im großen Maßstab zu unterstützen. Damit adressiert IBM direkt den wachsenden Markt für Unternehmens‑KI.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte IBM gemeinsam mit dem Telekomkonzern e& die Einführung agentischer KI auf Enterprise‑Niveau (watsonx Orchestrate) für Governance‑ und Compliance‑Anwendungen an. Die Partnerschaft mit einem großen Telekom‑Kunden unterstreicht die kommerzielle Nutzung der IBM‑KI‑Plattform.
Wichtige jüngste Entwicklungen im Überblick:
- Infrastruktur-Gewinn +53 %: Das Ergebnis im Infrastruktursegment legte um rund 53 % zu, getrieben von Nachfrage nach KI‑Lösungen, Hybrid‑Cloud und Mainframes
- Q3 2025 über den Erwartungen:
- Gewinn je Aktie: 2,65 US‑Dollar (Konsens: 2,45 US‑Dollar)
- Umsatz: 16,33 Mrd. US‑Dollar (Erwartung: 16,10 Mrd. US‑Dollar)
- Umsatzwachstum: 9,1 % Plus gegenüber dem Vorjahresquartal
- Freier Cashflow: Prognose für 2025 auf 14 Mrd. US‑Dollar angehoben
Diese Daten zeigen, dass die KI‑ und Infrastrukturinitiativen bereits messbar in Ergebnis und Cashflow durchschlagen.
Analysten werden zuversichtlicher
An der Wall Street hat sich der Ton gegenüber IBM weiter aufgehellt. Mehrere Häuser haben Kursziele angehoben oder neue Kaufempfehlungen ausgesprochen:
- RBC Capital: Kursziel auf 350 US‑Dollar (zuvor 300), Rating „Outperform“
- Bank of America (BofA): Kursziel auf 335 US‑Dollar (zuvor 315), Begründung: starke freie Cashflows
- Oppenheimer: Einstieg in die Beobachtung mit „Outperform“ und Kursziel 360 US‑Dollar
Im Schnitt liegt das Konsensrating bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 303,38 US‑Dollar. Die Spannbreite reicht von:
- 1x „Strong Buy“
- 10x „Buy“
- 5x „Hold“
- 1x „Sell“
Damit überwiegen positive Einschätzungen, auch wenn nicht alle Analysten den jüngsten Kursanstieg vollständig mitgehen.
Bewertung und Chartbild
Bewertungsseitig bewegt sich IBM inzwischen auf einem höheren, aber im Branchenvergleich nicht extremen Niveau. Die Aktie kommt auf ein erwartetes Kurs‑Umsatz‑Verhältnis von 4,05, verglichen mit einem Branchenschnitt von 5,02. Das Kurs‑Gewinn‑Verhältnis liegt bei etwa 37, das PEG‑Ratio bei 2,96.
Technisch notiert der Wert klar im oberen Bereich der jüngsten Spanne. Wichtige Marken:
- 50‑Tage‑Linie: 303,39 US‑Dollar
- 200‑Tage‑Linie: 282,50 US‑Dollar
- 52‑Wochen‑Spanne: 214,50 bis 324,90 US‑Dollar
Mit Kursen nahe der oberen Bandbreite spiegelt der Markt aktuell hohe Erwartungen an Wachstum und Ertragskraft wider.
Dividende als Stabilitätsanker
Trotz des Fokus auf KI und Wachstum bleibt die Ausschüttungspolitik ein zentrales Element der IBM‑Story. Der Konzern zahlt weiterhin eine Quartalsdividende von 1,68 US‑Dollar je Aktie, was einer Rendite von rund 2,2 % entspricht.
IBM überweist seit 1916 ununterbrochen Quartalsdividenden und erhöht diese seit 30 Jahren jährlich. Für viele Investoren kombiniert die Aktie damit laufende Erträge mit der aktuellen KI‑Dynamik.
Am 28. Januar legt IBM die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Im Fokus stehen dann die weitere Entwicklung des KI‑Geschäfts, die Ertragskraft des Infrastruktursegments sowie der Ausblick für das Gesamtjahr 2026.
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