Das Analysehaus Truist Securities hat die Beobachtung der IBM-Aktie mit einer Einstufung auf „Hold“ und einem Kursziel von 240 US-Dollar aufgenommen. Analyst Arvind Ramnani bescheinigt dem IT-Konzern zwar eine strukturell starke Marktposition im Bereich Enterprise-Computing.
Allerdings sieht der Experte kurzfristig Risiken bei der operativen Umsetzung. Zudem bleibe unklar, wann die Ausgaben der Unternehmenskunden für Künstliche Intelligenz spürbar in IBM-Aufträge münden.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 201,90 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Rückschlag damit auf ein Minus von 22 Prozent. Ein wesentlicher Grund für diese Schwächephase war der Kurssturz nach den Zahlen für das zweite Quartal 2026, als die Aktie um mehr als ein Fünftel absackte.
Anleger blicken seither mit wachsender Skepsis auf die kurzfristigen Wachstumsaussichten. Im zweiten Quartal 2026 hatte IBM einen Umsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,93 US-Dollar gemeldet. Während der Gewinn zulegen konnte, blieb das Erlöswachstum hinter den Konsensschätzungen der Wall Street zurück.
Geteilte Meinungen vor den nächsten Quartalszahlen
Truist steht mit der abwartenden Haltung nicht allein da. Auch das Analysehaus Bernstein stufte den Wert zuletzt mit „Market Perform“ ein und begrenzte das Kursziel auf 230 US-Dollar. Andere Marktbeobachter sind uneins über das Aufholpotenzial des Titels. Für Klarheit soll der nächste planmäßige Zwischenbericht sorgen: IBM legt die Resultate für das dritte Quartal 2026 am 21. Oktober vor.
Der Konzern bemüht sich derweil, neue Wachstumsfelder im Firmenkundengeschäft zu erschließen. Neben einer Partnerschaft mit OpenAI für sichere Enterprise-Lösungen trennte sich das Unternehmen von Randbereichen. So veräußerte IBM kürzlich ein Blockchain-Patentportfolio mit über 680 Patentfamilien an Circle, um Ressourcen zu bündeln.
Langfristiger Fahrplan für Quantensysteme
Strategisch setzt der Konzern zudem auf Technologiebereiche jenseits des klassischen Cloud- und Softwaregeschäfts. Am Mittwoch qualifizierte sich IBM für die dritte Phase der Quantum Benchmarking Initiative der US-Verteidigungsforschungsbehörde DARPA.
Neben Spezialisten wie Atom Computing und IonQ stellt IBM dort seine Hardwarearchitektur unabhängigen Tests. Als Zielmarke für das erste fehlertolerante System namens Quantum Starling peilt IBM das Jahr 2029 an.
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