Ein wissenschaftlicher Durchbruch und bullische Analysten treiben die IBM-Aktie an. Der Kurs kletterte am Montag um knapp 2,5 Prozent auf 257,70 Euro. Die Kombination aus zukunftsweisender Quantentechnologie und einem margenstarken Software-Geschäft weckt das Interesse der Investoren.
Quanten-Simulation für Fusionsreaktoren
Zusammen mit dem Oak Ridge National Laboratory erzielte IBM einen historischen Meilenstein. Forscher berechneten erstmals Fusionsmaterialien direkt auf einem Quantencomputer. Konkret modellierte das Team komplexe molekulare Strukturen der Salzschmelze FLiBe. Diese Chemikalie gilt als aussichtsreicher Kandidat für künftige Reaktorkomponenten.
Das Projekt gehört zur „Genesis Mission“ des US-Energieministeriums. Das Ziel: die Tritium-Gewinnung für künftige Fusionsreaktoren deutlich optimieren. Dafür kombiniert IBM klassische Supercomputer mit neuen Quantenressourcen. Bis 2029 plant der Konzern einen fehlertoleranten Quantencomputer namens „Starling“. Die Investitionen für diese Strategie übersteigen zehn Milliarden US-Dollar.
Software als Gewinntreiber
Parallel dazu lobt die Bank of America das operative Kerngeschäft. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung für IBM. Sie heben das Kursziel kräftig auf 330 US-Dollar an. Als Hauptgrund nennen die Experten das wachsende Software-Segment sowie die erfolgreiche Confluent-Integration.
Software steht bei IBM mittlerweile für 45 Prozent des gesamten Umsatzes. Beim operativen Profit liefert die Sparte sogar rund zwei Drittel der Konzerngewinne. Dieser margenstarke Wandel abseits der Hardware zieht institutionelles Kapital an.
Starkes Chartbild vor Quartalszahlen
An der Börse honoriert der Markt diese operative Stärke. Seit dem Zwischentief Mitte Mai bei 181,32 Euro kletterte die Aktie um über 40 Prozent. Aktuell notiert der Wert deutlich über seiner wichtigen 50-Tage-Linie.
Am 22. Juli 2026 präsentiert der Vorstand die offiziellen Zahlen für das zweite Quartal. Die Bank of America rechnet mit einem starken Bericht. Marktexperten fokussieren sich dabei auf die KI-Nachfrage. Erfüllt das Software-Wachstum die Erwartungen, könnte das Management die Prognose für den freien Cashflow für das Gesamtjahr anheben.
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