IBM stärkt seine Zukunftsperspektive: Wie der US-Techkonzern jüngst bekannt gab, wird er in den kommenden fünf Jahren mehr als zehn Milliarden Dollar in die Entwicklung von Quantencomputern investieren. Das Geld soll in Forschung, Fertigung, Übernahmen und den Aufbau eines breiteren Partnernetzwerks fließen.
IBM-Aktie: Erster fehlertoleranter Quantencomputer der Welt bis 2029
Das zentrale Ziel: IBM will bis 2029 mit dem System namens „Quantum Starling“ den weltweit ersten großangelegten, fehlertoleranten Quantencomputer ausliefern. Das System soll nach Unternehmensangaben zwanzigtausendmal mehr Rechenoperationen ausführen können als heutige Quantenrechner. Als nächste Ausbaustufe ist anschließend das System „Quantum Blue Jay“ geplant, das mit 2.000 Quantenbits und einer Milliarde Operationen eine weitere Größenordnung erreichen soll.
IBM-Chef Arvind Krishna betonte, das Quantenzeitalter habe nicht erst begonnen – es sei bereits in vollem Gang. Kunden und Partner nutzten IBMs Quantencomputer bereits heute für Aufgaben, die vor wenigen Jahren noch unmöglich gewesen wären.
IBM-Aktie: Größte Quantenrechnerflotte der Welt und erste Quantenfoundry in den USA
IBM betreibt nach eigenen Angaben bereits mehr als 90 Quantensysteme weltweit, darunter Rechenzentren in New York und Deutschland sowie Standorte in Japan, Südkorea, Kanada und Spanien. Das entspreche mehr Systemen als alle anderen Anbieter zusammen. Hinzu kommt die geplante Eröffnung von Anderon, der weltweit ersten reinen Quantenchip-Fertigungsanlage, in der IBM eine Milliarde Dollar an Eigenkapital einbringen will.
Seit 2017 hat IBM nach eigenen Angaben Verträge im Wert von mehr als 1,1 Milliarden Dollar mit Kunden abgeschlossen. Aktuell arbeiten mehr als 340 Organisationen aus Branchen wie Finanzwesen, Gesundheit und Materialforschung auf IBM-Quantensystemen. IBMs Steuerungssoftware Qiskit wird von rund 70 Prozent aller Quantenentwickler weltweit genutzt.
IBM-Aktie: Starkes Zukunftssignal
Die Investitionsankündigung unterstreicht IBMs Anspruch, die Führungsposition im Quantencomputing nicht nur zu halten, sondern strategisch auszubauen. Für Anleger ist dabei besonders relevant, dass IBM mit dem Anderon-Foundry-Projekt einen eigenen industriellen Fertigungsweg für Quantenchips aufbaut – ein Schritt, der die Abhängigkeit von externen Partnern reduziert und langfristig neue Einnahmequellen erschließen könnte.
Zur Einordnung: Quantencomputer nutzen die Gesetze der Quantenphysik, um bestimmte Rechenprobleme exponentiell schneller zu lösen als klassische Rechner – besonders relevant für Simulation, Optimierung und Kryptographie.
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