IBM hat seit den Hochs im Chart einen Abverkauf gesehen, der an einer Unterstützungszone gestoppt hat. Zusätzlich kamen weitere Impulse aus den Q4-Zahlen sowie aus Fortschritten auf der strategischen Roadmap des Unternehmens.
KI und Quantencomputing werden Treiber
Finanziell lieferte IBM Ende Januar solide Q4-Zahlen. Besonders stark entwickelte sich das Softwaregeschäft mit rund 9 Mrd. US-Dollar Umsatz, ein Wachstum von etwa 14 % gegenüber dem Vorjahr. Auch das Infrastructure-Segment zeigte Stärke und legte um rund 21 % zu, unterstützt durch den aktuellen Z-Mainframe-Zyklus. Insgesamt erzielte IBM im Quartal etwa 5,6 Mrd. US-Dollar Nettogewinn beziehungsweise rund 5,88 US-Dollar Gewinn je Aktie. Für das Gesamtjahr 2025 meldete der Konzern rund 67,5 Mrd. US-Dollar Umsatz bei einer Bruttomarge von etwa 58 %. Besonders wichtig für die zukünftige Wachstumsstory ist jedoch der GenAI-Auftragsbestand, der Anfang 2026 bereits rund 12,5 Mrd. US-Dollar erreicht hat.
Technologisch versucht IBM, künstliche Intelligenz tief in seine Infrastruktur zu integrieren. Ein Beispiel ist die neue Generation der FlashSystem-Storage-Plattform, die Anfang März eingeführt wird. Die Systeme sind darauf ausgelegt, das Storage-Management weitgehend autonom zu betreiben. Laut IBM sollen bis zu 90 % der Verwaltungsaufgaben automatisiert ablaufen. Funktionen wie Bedrohungsanalyse, Datensicherung und Recovery werden dabei von sogenannten „Agentic-AI“-Mechanismen gesteuert. Für große Unternehmen, die AI-Workloads betreiben, wird das Datenmanagement damit deutlich stärker automatisiert und resilienter.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt Quantum Computing. IBM verfolgt weiterhin seine „Quantum Advantage“-Roadmap und arbeitet an neuen Systemen wie dem geplanten Nighthawk-Prozessor mit etwa 120 Qubits, der komplexere Quanten-Schaltkreise ermöglichen soll. Parallel entwickelt das Unternehmen mit dem Projekt „Loon“ eine neue Fehlerkorrektur-Architektur, die für skalierbare Quantencomputer entscheidend ist. Zusätzlich investiert IBM in neue Fertigungsansätze wie 300-mm-Wafer-Technologie sowie spezialisierte EDA-Tools für Quantum-Hardware.
IBM-Aktie im Chart-Check
IBM befindet sich aktuell auf dem Weg zu einer Widerstandszone im Chart. Diese entsteht durch die ehemaligen Tiefs zwischen 263,6 und 269,3 US-Dollar. Diesen Bereich hatte die Aktie während des Abverkaufs relativ schnell nach unten durchbrochen. Nun wird es spannend zu sehen, wie sich der Kurs an dieser Stelle verhält. Kommt es erneut zu einer Abweisung, dürfte die Unterstützungszone zwischen 215,3 und 225 US-Dollar wieder in den Fokus rücken. Diese Zone hat in der Vergangenheit bereits für Kaufkraft gesorgt und markierte auch den Wendepunkt der aktuellen Aufwärtsbewegung. Sollte die Aktie jedoch über die Widerstandszone ausbrechen, würde sich dieser Bereich in eine Unterstützung verwandeln. In diesem Fall könnten die letzten Hochs wieder als nächstes Kursziel in den Blick rücken. Hier die IBM-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/HjKwlfSt/
Ich würde aktuell abwarten und beobachten, wie sich der Markt an dieser Zone verhält. Sollte es hier zu einer Abweisung kommen, könnte sich eine kurzfristige Short-Chance ergeben, mit einem möglichen Ziel an der Unterstützungszone.
Schafft es der Markt jedoch, nach oben durchzubrechen, würde das für weitere Stärke sprechen und die Long-Seite rückt wieder stärker in den Fokus. Läuft der Kurs danach noch einmal an die Zone zurück und prallt dort erneut nach oben ab, könnte sich daraus eine Kauf-Chance ergeben. Das Ziel läge dann zunächst an den letzten Hochs und möglicherweise sogar darüber.
Ihr Konrad
IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 06. März liefert die Antwort:
Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
