Das Ergebnis war gut. Besser als erwartet, sogar. Und trotzdem rauschte die IBM-Aktie nachbörslich um 7 Prozent nach unten. Wer das verstehen will, muss nicht auf die Quartalszahlen schauen, sondern auf das, was IBM danach sagte, oder eben nicht sagte.
Zahlen, die sich sehen lassen
Für das erste Quartal 2026 meldete IBM einen bereinigten Gewinn von 1,91 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 15,92 Milliarden Dollar, ein Plus von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Schnitt 1,81 Dollar je Aktie auf 15,67 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Software allein brachte 7,05 Milliarden Dollar, der freie Cashflow stieg um 13 Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Schätzungen. CEO Arvind Krishna sprach von einem „starken Start ins Jahr mit breitem Umsatzwachstum in allen Segmenten“ und davon, dass KI weiterhin Rückenwind für das globale Geschäft liefere.
Alles richtig. Alles solide. Und doch.
International Business Machines Corporation Aktie Chart
Die Prognose, die niemand hören wollte
IBM bestätigte schlicht seine bisherige Jahresprognose: Umsatzwachstum in konstanter Währung von mehr als 5 Prozent, freier Cashflow rund eine Milliarde Dollar höher als im Vorjahr. Unverändert seit Januar. Uttam Dey von Seeking Alpha nannte das einen weiteren soliden Aufschlag, warnte aber: „Die Entscheidung des Vorstands, die Prognose trotz der Q1-Performance praktisch unverändert zu lassen, wird den Bewertungsmultiplikatoren von IBM weiter Druck machen.“
Genau das ist der Haken. Wer die Erwartungen schlägt, aber die Guidance nicht anhebt, schickt eine klare Botschaft: Wir trauen dem Braten selbst noch nicht so ganz. Oder: Angst essen Seele auf, um einen Filmtitel des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder zu zitieren. Der Markt hat haben die Botschaft jedenfalls so interpretiert.
31 Jahre in Folge
Immerhin eine Kontinuität, die niemanden enttäuscht: IBM erhöht die Quartalsdividende auf 1,69 Dollar je Aktie, zahlbar am 10. Juni. Es ist das 31. Jahr in Folge mit einer Anhebung. Für Dividendenjäger ist IBM demnach eine verlässliche Adresse. Für alle, die darauf hofften, der Computer-Dino würde sich in eine Kursrakete verwandeln, wohl eher nicht.
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