Iberdrola-Aktie: Flexible Dividende

Iberdrola bietet Aktionären erneut Wahlmöglichkeiten bei der Zwischendividende. Analysten bewerten die Aktie jedoch weiterhin zurückhaltend, da ehrgeizige Investitionsprojekte Risiken bergen.

Auf einen Blick:
  • Drei Optionen für die Zwischendividende 2025
  • Analysten bestätigen neutrale Hold-Bewertung
  • Ambitionierte Investitionsagenda bis 2028
  • Entscheidende Quartalszahlen im April erwartet

Iberdrola bietet Aktionären erneut eine Wahlmöglichkeit bei der Zwischendividende: Cash, Verkauf der Bezugsrechte oder Gratisaktien. Das Programm bindet Anleger aktiv ein, während Analysten zugleich eher zurückhaltend bleiben. Was folgt daraus für die mittelfristige Perspektive der Aktie?

Das Angebot im Überblick

Aktionäre können im Rahmen des Flexible-Remuneration-Systems für das Geschäftsjahr 2025 bis zum 26. Januar 2026 entscheiden, wie sie ihre Zwischendividende erhalten möchten. Zur Wahl stehen:
– 0,253 € brutto je Aktie in bar (Zahlung für Barwähler geplant am 2. Februar 2026),
– der Verkauf der kostenlosen Bezugsrechte am Markt,
– oder die Umwandlung in kostenlose Bonusaktien, wofür eine Kapitalerhöhung vorgesehen ist (maximale Referenzmarktkapitalisierung: 1,713 Mrd. €).

Das Programm ist eine klassische Maßnahme zur Wahrung der Aktionärsinteressen: Es bietet Liquiditätsoptionen für Anleger und ermöglicht gleichzeitig die Aktienkapitalisierung für diejenigen, die Anteile aufstocken möchten.

Warum Analysten neutral bleiben

Mehrere große Institute — namentlich Deutsche Bank und Morgan Stanley — bestätigten am 19. Januar 2026 ihr „Hold“-Rating für Iberdrola. Das spiegelt eine weitgehend neutrale Konsensmeinung wider, wie auch die Umfragewerte von Investing.com zeigen. Simply Wall St hob zudem die gute Analystenabdeckung und moderate Prognosen für Gewinn- und Umsatzwachstum hervor.

Die Zurückhaltung ist nachvollziehbar: Iberdrola verfolgt eine ehrgeizige Investitionsagenda (über 58 Mrd. € bis 2028), mit schwerpunktmäßigen Mitteln für Netzausbau und erneuerbare Kapazitäten in Großbritannien und den USA. Solche Großprojekte stützen das langfristige Wachstum, bergen aber zugleich Ausführungs- und Timing‑Risiken, die kurzfristig ein neutraleres Sentiment rechtfertigen.

Kurz zur Marktlage: Die Aktie notierte heute bei 18,57 €, rund 3 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch und leicht über dem 50‑Tage‑Durchschnitt — kein klares technisches Signal, eher Konsolidierung nach dem starken Jahresverlauf.

Ausblick und Bedeutung für Anleger

Konkrete Meilensteine, auf die Anleger achten sollten:
– Ende der Wahlfrist für die Dividendenoptionen: 26. Januar 2026,
– Auszahlung der Baroption für Wähler: 2. Februar 2026,
– Nächster wichtiger Bericht: Quartalszahlen Q1 2026 am 29. April 2026.

Fazit: Die flexible Vergütungsstruktur bestätigt Iberdrolas Fokus auf Aktionärsbindung ohne radikale Kapitalmaßnahmen. Analysten bleiben jedoch vorsichtig, solange die Großprojekte noch umgesetzt werden müssen. Die Zwischendividende ist daher eher ein Zeichen für stabile Dividendenpolitik als ein unmittelbares Kursignal — entscheidend werden die Fortschritte bei der Investitionsumsetzung und die Q1‑Zahlen im April sein.

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