Die Aktie von Hypoport könnte nach Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 wieder in den Fokus der Anleger rücken, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn reichlich Federn lassen musste. Der Betreiber der Finanzierungsplattform Europace steigerte seinen Bruttogewinn im abgelaufenen Jahr um 10 Prozent auf 266 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim operativen Ergebnis aus: Das EBIT kletterte um 85 Prozent auf 33 Millionen Euro.
Besonders auffällig ist die Entwicklung der Profitabilität. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,4 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 12,4 Prozent. Diese Verbesserung gelang dem Unternehmen trotz eines herausfordernden Marktumfelds im Immobilienfinanzierungsgeschäft. Der Gewinn je Aktie verdoppelte sich nahezu von 1,85 Euro auf 3,87 Euro.
Europace-Plattform gewinnt Marktanteile
Das Wachstum wurde vor allem vom Segment Real Estate & Mortgage Platforms getragen, dessen Bruttogewinn um 12 Prozent auf 163 Millionen Euro zulegte. Vorstandschef Ronald Slabke führt dies auf höhere Transaktionsvolumina auf den Plattformen Europace, Finmas und Genopace zurück. Zudem habe die Vertriebsmarke Dr. Klein ihre Volumina ausgeweitet.
Slabke betonte, dass Hypoport insbesondere bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken Marktanteile hinzugewinnen konnte. Die beiden regionalen Bankengruppen zeigten sich demnach zunehmend offen für die Zusammenarbeit über die Plattform. Auch im Segment Financing Platforms, das sich auf Finanzierungen im Wohnungsbau und für mittelständische Unternehmen konzentriert, stieg der Bruttogewinn um 12 Prozent auf 69 Millionen Euro.
Hypoport SE Aktie Chart
Verdopplung der Profitabilität bis 2030 angestrebt
Für das laufende Jahr 2026 rechnet der Vorstand mit einem Bruttogewinn von mindestens 280 Millionen Euro. Beim EBIT wird eine Bandbreite zwischen 40 und 55 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Spanne lässt sich mit der allgemeinen Marktentwicklung begründen, die nach wie vor schwer vorhersehbar bleibt. Slabke erwartet für den wichtigsten Markt der privaten Immobilienfinanzierung ein moderates Wachstum.
Ein wesentlicher Faktor für die weitere Margensteigerung sollen drei derzeit noch verlustbringende Tochtergesellschaften sein, deren Anlaufverluste deutlich reduziert werden sollen. Kombiniert mit Effizienzgewinnen bei nahezu allen Tochterunternehmen bildet dies die Grundlage für die Prognose. Bis zum Ende des Jahrzehnts strebt Hypoport eine Verdopplung des Verhältnisses von EBIT zu Bruttogewinn an.
Wie sich die Aktie entwickeln wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie schnell sich der Immobilienmarkt erholt und wie erfolgreich die KI-Produkte des Unternehmens am Markt angenommen werden. Die endgültigen Zahlen werden nach Prüfung durch den Abschlussprüfer am 30. März veröffentlicht.
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