Husqvarna meldet sich mit einem Paukenschlag zurück. Nach einer langen Durststrecke kletterte die Aktie des schwedischen Gartengeräte-Spezialisten zum Wochenauftakt um über sieben Prozent. Schnäppchenjäger scheinen das Ruder übernommen zu haben.
Zuvor markierte das Papier mit 3,12 Euro ein neues Jahrestief. Analysten sehen darin eine Übertreibung nach unten. Modelle taxieren den fairen Wert der Aktie auf rund 4,00 Euro. Damit bleibt trotz des aktuellen Sprungs auf 3,40 Euro reichlich Luft nach oben. Parallel dazu bestätigte die Investmentbank SEB Equities ihr Kursziel von 63 Schwedischen Kronen.
Führungswechsel in der Sparphase
Hinter den Kulissen baut Husqvarna das Management um. Finanzchef Terry Burke verlässt das Unternehmen Ende Juli nach 16 Jahren. Auf ihn folgt im September Patrik Johnsson. Zeitgleich rückt Lily Guo als neue Chief Procurement Officer in den Vorstand auf.
Ihr Auftrag ist klar definiert. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern jährlich vier Milliarden Kronen einsparen. Dieses Kostensenkungsprogramm soll die schwache Konsumstimmung in Europa auffangen.
Charttechnik gibt Entwarnung
Die fundamentale Schwäche im europäischen Markt belastete den Kurs zuletzt schwer. Im Gegensatz dazu wächst das Geschäft in Nordamerika. Mit einer operativen Marge von 13,6 Prozent zeigt sich das Kerngeschäft robuster als von vielen befürchtet.
Technisch hat sich das Bild aufgehellt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) stieg auf 50,6 Punkte. Damit verlässt die Aktie den überverkauften Bereich. Als nächster Widerstand gilt nun der 50-Tage-Durchschnitt bei 3,57 Euro.
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