Eine deutliche Warnung vor einem schwachen Sommerquartal setzt die Aktie von Husqvarna unter Druck. Das Analysehaus Pareto Securities senkte heute das Kursziel für den schwedischen Hersteller von Gartengeräten von 37 auf 35 Schwedische Kronen und bekräftigte seine Halteempfehlung. An den Börsen sorgte die Einschätzung für Verkäufe: Das Papier verliert heute 4,2 Prozent auf 3,10 Euro und markiert damit gleichzeitig ein neues 52-Wochen-Tief.
Historischer Betriebsverlust droht
Im Zentrum der Skepsis steht die operative Entwicklung im laufenden Jahresviertel. Pareto rechnet für das dritte Quartal mit dem ersten negativen bereinigten Betriebsergebnis (EBIT) seit der Abspaltung des Unternehmens von Electrolux im Jahr 2006. Als Hauptursachen nennen die Analysten eine anhaltend schwache Nachfrage der Verbraucher, intensiven Wettbewerb und ungünstige warme Witterungsbedingungen während der Saison.
Diese Einschätzung steht im scharfen Kontrast zu den bisherigen Markterwartungen. Der von Factset erhobene Konsens von sieben Analysten ging für das dritte Quartal bislang von einem positiven Betriebsgewinn von 178 Millionen Schwedischen Kronen aus. Sollte sich die Prognose von Pareto bewahrheiten, droht dem traditionsreichen Konzern somit eine spürbare Verfehlung der Markterwartungen.
Kostensenkungen greifen erst verzögert
Vor diesem Hintergrund hat Pareto die Schätzung für das Gesamtjahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Die Erwartung für das bereinigte Betriebsergebnis wurde um 12 Prozent gekürzt, die Nettogewinnschätzung um 2 Prozent.
Zwar realisiert das Management im laufenden Turnus bereits Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Kronen, diese reichen nach Einschätzung des Analysehauses jedoch nicht aus, um den operativen Gegenwind vollständig aufzufangen. Ein umfassenderes Sparprogramm im Umfang von drei Milliarden Kronen dürfte seine stützende Wirkung vor allem in den Jahren 2027 und 2028 entfalten.
Die anhaltenden Herausforderungen im Kerngeschäft spiegeln sich auch in der Positionierung institutioneller Akteure wider. Gestern meldete die schwedische Finanzaufsichtsbehörde Finansinspektionen, dass der US-Vermögensverwalter AQR Capital Management erneut eine meldepflichtige Leerverkaufsposition in Husqvarna hält. Damit weisen aktuell vier Marktteilnehmer eine offizielle Short-Beteiligung aus. Das gesamte registrierte Leerverkaufsvolumen liegt bei 5,55 Prozent des ausstehenden Kapitals.
Hoffnung auf mittelfristige Entlastung verspricht vor allem das Geschäft in Übersee. Anfang September erteilte die US-Telekombehörde FCC dem Konzern eine Ausnahmegenehmigung für vier Mähroboter-Plattformen, darunter Modelle der Reihe Automower iQ. Ob solche Produktimpulse im Jahr 2027 ausreichen, um die Trendwende herbeizuführen, hängt maßgeblich davon ab, wie tiefgreifend die Bremsspuren aus dem laufenden Jahr ausfallen.
Husqvarna AB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Husqvarna AB-Analyse vom 19. September liefert die Antwort:
Die neusten Husqvarna AB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Husqvarna AB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
