Die US-Großbank JPMorgan Chase hat ihr Kursziel für Huntington Bancshares am Freitag von 19,50 auf 17,50 US-Dollar zurückgenommen. Trotz der Reduzierung hält das Institut an seiner Kaufempfehlung fest und stuft die Aktie des regionalen Finanzkonzerns weiterhin mit „Overweight“ ein. JPMorgan sieht damit ungeachtet des reduzierten Bewertungsrahmens weiteres Erholungspotenzial für das Papier.
Die Anpassung reiht sich in eine Reihe vorsichtigerer Bewertungen für US-Regionalbanken ein. Am selben Tag senkte das Analysehaus auch für weitere Branchenvertreter wie Fifth Third Bancorp und The PNC Financial Services Group die Kursziele. Bei Huntington spiegelt der Schritt die anhaltend anspruchsvollen Rahmenbedingungen im US-Zinsumfeld wider.
Analysten halten an Kaufempfehlungen fest
Trotz der Zielsenkung durch JPMorgan bleibt die Grundstimmung unter den Branchenbeobachtern überwiegend positiv. Der Analystenkonsens führt den Titel weiterhin mit einer durchschnittlichen Empfehlung von „Moderate Buy“.
Bei den vorliegenden Einstufungen dominieren Kaufvoten: Neben einer „Strong Buy“-Empfehlung raten 13 Experten zum Kauf, während sieben Häuser ein Haltevotum vergeben und lediglich ein Analyst zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit 19,69 US-Dollar spürbar über dem aktuellen Handelsniveau.
An den Terminmärkten griffen Anleger am Donnerstag zudem verstärkt zu Hebelprodukten auf steigende Kurse. Das Handelsvolumen bei Call-Optionen auf Huntington Bancshares kletterte mit 8.196 Kontrakten um rund 167 Prozent über das übliche Tagesmittel.
Solide Geschäftszahlen und Ausschüttung
Rückendeckung liefert das operative Geschäft. Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete das Institut einen Gewinn je Aktie von 0,39 US-Dollar und traf damit die Erwartungen des Marktes exakt.
Zugleich fließen weiter verlässliche Erträge an die Anteilseigner. Die Bank zahlte am Donnerstag ihre reguläre Quartalsdividende von 0,155 US-Dollar je Aktie an die Anleger aus, was auf das Jahr gerechnet einer Ausschüttung von 0,62 US-Dollar entspricht.
Im europäischen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 13,61 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Rückgang um 8,8 Prozent. Dennoch stützt die Kombination aus Dividendenausschüttung und solider Ertragsbasis im Tagesgeschäft die Zuversicht vieler Marktbeobachter für die kommenden Monate.
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