Hua Hong: Huali-Übernahme abgeschlossen

Symbolbild, KI-generiert

Hua Hong Semiconductor gewinnt 9,5 Prozent. Akquisition, neue Wafer-Kapazitäten und Branchenerwartungen stärken die Anlegerstimmung.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt auf 12,48 Euro
  • 97,4988 Prozent an Huali übernommen
  • Wuxi-Ausbau mit 6,95 Milliarden Dollar
  • Jahresplus erreicht 54 Prozent

Die Aktie von Hua Hong Semiconductor verzeichnet heute einen deutlichen Kurssprung. Das Papier legte um 9,5 Prozent auf 12,48 Euro zu. Nach einer Phase der Konsolidierung greifen die Marktteilnehmer wieder beherzt bei dem chinesischen Halbleiterhersteller zu.

Hintergrund der freundlichen Stimmung sind die jüngsten Fortschritte bei der operativen Expansion. Der Konzern treibt den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in der Volksrepublik mit hohem Tempo voran und profitiert vom anhaltenden Bedarf an Halbleiterbauteilen.

Übernahme stärkt Marktposition

Am Montag schloss Hua Hong Grace Semiconductor die Übernahme von Shanghai Huali Microelectronics ab. Der Konzern sicherte sich dabei einen Anteil von 97,4988 Prozent an dem Spezialisten für Halbleiterfertigung. Das Gesamtvolumen dieser Transaktion belief sich auf 82,68 Milliarden Yuan.

Durch den Vollzug der Akquisition wird Huali künftig als Tochtergesellschaft geführt. Zuvor war bereits die Registrierung der für die Transaktion neu ausgegebenen Aktien erfolgt. Damit erweitert das Unternehmen seine technologische Basis auf dem chinesischen Heimatmarkt spürbar.

Ausbau der Kapazitäten in Wuxi

Neben Zukäufen setzt das Unternehmen auf den Neubau eigener Anlagen. Hua Hong Grace stellte Pläne für den Bau der dritten Phase einer Fertigungsstätte für 12-Zoll-Spezialprozess-Wafer in Wuxi vor. Vorgesehen ist eine monatliche Kapazität von rund 55.000 Wafern bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 6,95 Milliarden US-Dollar, wobei Hua Hong nach dem Einstieg externer Investoren einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent behält.

Das Vorhaben unterstreicht das Bestreben des Halbleiterkonzerns, die Produktion moderner Wafer-Formate auszuweiten. Die Erweiterung fügt sich in die Strategie ein, die steigende Nachfrage nach Spezialchips im industriellen und automobilen Umfeld zu bedienen.

Optimistischer Branchenausblick stützt den Kurs

Rückenwind erhält die Branche zudem von Analystenseite. Die Investmentbank Goldman Sachs bezifferte in einer Studie das jährliche Wachstum bei den chinesischen Halbleiterinvestitionen auf bis zu 15 Prozent bis zum Erreichen von 820 Milliarden US-Dollar. Für Chips im Bereich der künstlichen Intelligenz veranschlagen die Experten dabei eine jährliche Wachstumsrate von 69 Prozent.

Die fortschreitende Digitalisierung und der Aufbau lokaler Lieferketten schaffen ein stabiles Umfeld für die Halbleiterbranche. Dies stärkt das Vertrauen der Investoren in die künftige Auslastung der chinesischen Fertigungsstätten.

Seit Jahresanfang spiegelt sich diese Zuversicht deutlich im Kurs wider: Das Papier verzeichnet in diesem Zeitraum einen Wertzuwachs von 54 Prozent.

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