Chinas zweitgrößter Chiphersteller Hua Hong hat eine bedeutende technologische Hürde genommen. Die Vertragsfertigungssparte Huali Microelectronics bereitet in Shanghai die Produktion von Halbleitern im 7-Nanometer-Verfahren vor, wie Reuters unter Berufung auf vier informierte Personen berichtet. Damit könnte Hua Hong zum zweiten chinesischen Unternehmen werden, das diese fortschrittliche Technologie beherrscht. Bislang war SMIC der einzige heimische Hersteller mit dieser Fähigkeit.
Die Entwicklung erscheint bemerkenswert vor dem Hintergrund amerikanischer Exportbeschränkungen. Peking drängt die heimische Industrie seit Jahren zur technologischen Eigenständigkeit. Im vergangenen Jahr begann Huali mit der Testproduktion im Werk Hua Hong Fab 6, unterstützt von lokalen Zulieferern wie dem Huawei-nahen Unternehmen SiCarrier. Bis zum Jahresende plant Huali eine anfängliche Kapazität von einigen tausend Wafern pro Monat, mit dem Ziel einer späteren Ausweitung.
Huawei als Partner im Hintergrund
Drei der Quellen bestätigten Reuters, dass der Technologiekonzern Huawei bei der Entwicklung der 7-nm-Technologie mit Hua Hong zusammenarbeitet. Die genauen Details zur Fertigungseffizienz und den beteiligten Ausrüstungslieferanten bleiben allerdings unklar. Die Entwicklung folgte auf eine Ankündigung von Hua Hong Semiconductor im Dezember, eine Mehrheitsbeteiligung an Huali zu erwerben und weitere 7,56 Milliarden Yuan für technologische Upgrades bereitzustellen.
Der chinesische Grafikchip-Designer Biren, der 2023 auf die amerikanische Handelssperrliste gesetzt wurde und daraufhin den Zugang zu TSMC verlor, nutzt bereits Hualis 7-nm-Linie für Testläufe. Dies zeigt, wie chinesische Unternehmen nach Alternativen suchen, nachdem westliche Fertigungspartner weggebrochen sind.
Hua Hong Semiconductor Ltd. Aktie Chart
SMIC bleibt mit Problemen konfrontiert
Während SMIC bereits 7-nm-Chips produziert, kämpft das Unternehmen laut Analysten weiterhin mit schwachen Fertigungsausbeuten. Die Zahl der funktionsfähigen Chips pro Siliziumwafer bleibt begrenzt. SMIC setzt dafür Immersionsmaschinen des niederländischen Ausrüsters ASML ein, doch die Produktionseffizienz lässt zu wünschen übrig.
Chinas fortgeschrittene Fertigungskapazitäten bleiben trotz der Fortschritte begrenzt. Selbst die bestehende 7-nm-Produktion bei SMIC leidet unter Ausbeute- und Ausrüstungsproblemen aufgrund der Beschränkungen. Wie schnell Hua Hong diese Hürden überwinden kann und welche Rolle die Zusammenarbeit mit Huawei dabei spielt, dürfte entscheidend dafür sein, wie sich das Kräfteverhältnis im chinesischen Halbleitermarkt verschiebt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angekündigte Produktion tatsächlich die erhofften Stückzahlen erreicht.
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