Hsbc Aktie: Rückkäufe sind zurück

Symbolbild, KI-generiert

HSBC übertrifft Erwartungen und startet Aktienrückkauf über eine Milliarde Dollar. Zudem erhöht die Bank ihr Sparziel auf zwei Milliarden Dollar.

Auf einen Blick:
  • Vorsteuergewinn steigt um 60 Prozent
  • Rückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar
  • Sparziel auf zwei Milliarden erhöht
  • Zinsüberschuss-Prognose für 2026 angehoben

Monatelang hatte Hsbc beim Aktienrückkauf pausiert. Diese Zurückhaltung ist vorbei — und der Anlass dafür sind Zahlen, die die Markterwartungen deutlich übertrafen.

Im zweiten Quartal stieg der Gewinn vor Steuern um 60 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar. Für das erste Halbjahr summiert sich das Vorsteuerergebnis auf 19,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte im Halbjahr um 11 Prozent auf 37,7 Milliarden Dollar, getrieben von höherem Zinsüberschuss und kräftigeren Gebühreneinnahmen im Vermögensverwaltungsgeschäft.

Kapital fließt wieder an Aktionäre zurück

Der Grund für die vorherige Pause: Die milliardenschwere Komplettübernahme der Hongkonger Tochter für 14 Milliarden Dollar hatte Kapital gebunden. Nun sieht sich das Institut wieder ausreichend kapitalisiert, um bis zu einer Milliarde Dollar in eigene Aktien zu investieren — das Programm soll bereits vor Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal abgeschlossen sein. Hinzu kommt eine zweite Interimsdividende von 10 Cent je Aktie.

Vorstandschef Georges Elhedery, der seit 2024 einen radikalen Umbau der Bank vorantreibt, schraubt zudem am Sparziel: Statt bislang 1,5 Milliarden Dollar sollen die jährlichen Kosteneinsparungen künftig 2 Milliarden Dollar erreichen. Sein Kurs aus Stellenabbau und dem Verkauf oder der Schließung ganzer Geschäftsbereiche zeigt damit erste sichtbare Wirkung auf der Ertragsseite.

Nicht alles läuft reibungslos. Die Risikovorsorge für faule Kredite stieg im Halbjahr auf 2,4 Milliarden Dollar, nach 2,0 Milliarden Dollar im Vorjahr. Grund dafür sind unter anderem ein betrugsbedingtes Verbriefungsrisiko in Großbritannien sowie Vorsorgen für Gewerbeimmobilien in Hongkong und Belastungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.

Am mittelfristigen Kurs hält HSBC dennoch fest: Bis 2028 soll die Rendite auf das materielle Eigenkapital bei mindestens 17 Prozent liegen, im abgelaufenen Quartal lag sie bereinigt bei 19,1 Prozent. Für 2026 rechnet die Bank nun mit einem Zinsüberschuss von mindestens 46 Milliarden Dollar — ein Signal, dass das Management trotz steigender Kreditausfälle optimistisch auf das laufende Jahr blickt.

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