Der langjährige HP-Chef Enrique Lores verlässt das Unternehmen überraschend, um künftig den Zahlungsdienstleister PayPal zu führen. Während der Technologiekonzern mit Bruce Broussard bereits eine interimistische Übergangslösung präsentiert hat, stellt sich die Frage, wie der Konzern diesen personellen Einschnitt inmitten einer schwierigen Marktphase verkraften wird.
Führungswechsel in unruhigen Zeiten
Enrique Lores, der fast vier Jahrzehnte für HP tätig war, wird sein Amt offiziell im März niederlegen. Der Verwaltungsrat reagierte umgehend und ernannte Bruce Broussard mit Wirkung zum 3. Februar 2026 zum Interim-CEO. Broussard ist seit 2021 Mitglied im Board von HP und leitete zuvor den Gesundheitsriesen Humana.
Um eine dauerhafte Nachfolge zu finden, wurde bereits ein Suchkomitee eingerichtet. Parallel dazu reduzierte das Board die Anzahl der Sitze im Verwaltungsrat von 13 auf 12. Marktbeobachter deuten diesen Schritt als Versuch, die Entscheidungswege während der Übergangsphase zu straffen.
Prognose bietet Stabilität
Trotz des Wechsels an der Spitze bemüht sich das Management um Kontinuität und bestätigte die Finanzziele für das laufende Geschäftsjahr 2026. Diese Entscheidung wird als wichtiges Signal gewertet, um das Vertrauen der Investoren zu sichern.
Die wichtigsten Eckpunkte der Prognose:
* Bereinigter Gewinn (Non-GAAP): 2,90 bis 3,20 US-Dollar je Aktie.
* Freier Cashflow: Erwartet zwischen 2,8 und 3,0 Milliarden US-Dollar.
* Sicherheits-Fokus: Erneuerung der Partnerschaft mit Karamba Security zum Schutz der Drucker-Firmware.
Die Bestätigung des Cashflows ist besonders relevant, da HP weiterhin mit Kosten durch Handelsregulierungen und notwendigen Anpassungsstrategien in der Lieferkette konfrontiert ist.
Charttechnischer Druck bleibt bestehen
Die Nachricht vom CEO-Abgang trifft die Aktie in einer ohnehin schwachen Verfassung. Mit einem aktuellen Kurs von 16,71 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 21,75 Euro. Auf Sicht von 12 Monaten hat der Titel fast 47 % an Wert verloren und sucht derzeit mühsam nach einem Boden, während er sich nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief stabilisiert.
Weitere Impulse für den Kursverlauf werden am 24. Februar 2026 erwartet. Dann wird HP die detaillierten Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorlegen. Unabhängig von der Kursentwicklung hat das Unternehmen bereits eine Dividende von 0,30 US-Dollar pro Aktie für das zweite Quartal angekündigt, die am 1. April ausgezahlt wird.
HP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue HP-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:
Die neusten HP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für HP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
