Hormel Foods Aktie: Ceratti-Marke an Zanchetta verkauft

Hormel Foods stößt die Ceratti-Marke in Brasilien ab. Der Schritt dient der Fokussierung auf Kernmärkte mit Wachstumspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Verkauf der Ceratti-Marke an Zanchetta
  • Strategische Fokussierung auf Kernmärkte
  • Abschluss in den kommenden Wochen
  • Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch

Hormel Foods trennt sich von seinem Brasilien-Geschäft. Der US-Lebensmittelkonzern verkauft die Ceratti-Marke an Zanchetta Alimentos — einen lokalen Mitbewerber. Die Transaktion ist Teil einer strategischen Neuausrichtung.

Das Unternehmen will seine internationale Präsenz straffen. Statt auf viele Einzelmärkte zu setzen, konzentriert sich Hormel künftig auf Regionen mit klaren Wachstumsperspektiven. Der Verkauf dürfte die Bilanz für das laufende Fiskaljahr kaum belasten, so der Konzern.

Finanzielle Details nannte Hormel nicht. Die Übernahme der Ceratti-Marke hatte 2017 noch rund 104 Millionen Dollar gekostet. Damals erwarb der Konzern mit Cidade do Sol einen brasilianischen Fleischverarbeiter. Der Verkaufsprozess soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Vorausgesetzt, die Kartellbehörden stimmen zu.

Bis dahin laufen die Geschäfte in Brasilien wie gewohnt weiter. Nähere Angaben zum Deal will das Management in der Telefonkonferenz zum dritten Quartal machen.

Kurs nahe am Hoch

Die Aktie notierte am Dienstag bei 22,93 Euro — ein Minus von 0,3 Prozent. Der Rücksetzer fällt moderat aus. Schließlich liegt der Kurs nur rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 15 Prozent. Verglichen mit dem 50-Tage-Durchschnitt handelt die Aktie rund 18 Prozent über ihrem kurzfristigen Mittelwert.

Der relative Stärkeindex liegt bei 74,9 Punkten. Damit nähert sich die Aktie der überkauften Zone. Eine technische Gegenbewegung wäre nicht ungewöhnlich.

Eingliederung in einen Branchentrend

Hormel reiht sich mit dem Schritt in eine breitere Industriebewegung ein. Große Lebensmittelkonzerne verschlanken ihre Portfolios zunehmend. Sie konzentrieren sich auf Kernmärkte und renditestarke Segmente. Die Brasilien-Divestitur folgt diesem Muster.

Anleger warten nun auf den Quartalsbericht. Dann will das Management die strategischen Pläne genauer erläutern — und auch die finanziellen Folgen des Brasilien-Verkaufs beziffern.

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