Honeywell bereitet die größte Umstrukturierung der Firmengeschichte vor. Der Mischkonzern treibt die Abspaltung seiner Luftfahrtsparte Aerospace voran – bis Ende Juni 2026 soll die Trennung abgeschlossen sein. Übrig bleibt dann ein reiner Automatisierungskonzern namens Honeywell Technologies.
Nun liefert das Management konkrete Zahlen für den neuen Kurs.
Aerospace peilt 6,5 Milliarden an
Am 3. Juni veranstaltete Honeywell Aerospace seinen ersten Investorentag seit Ankündigung des Spin-offs. Das Ziel: eine Marschroute für die Zeit nach der Trennung vorgeben. Der Geschäftsbereich will bis 2030 ein Ergebnis von 6,5 Milliarden Dollar erzielen.
Die Sparte setzt auf Elektrifizierung, autonome Systeme und mehr Sicherheitstechnik für Flugzeuge. Nach der Abspaltung soll die Aktie unter dem Kürzel „HONA“ an der Nasdaq notieren. Das Management erhofft sich von der Eigenständigkeit klarere Entscheidungswege und eine gezieltere Kapitalverwendung.
Automatisierung im Fokus
Parallel dazu richtet sich der Blick auf den Restkonzern. Bereits am Montag, den 8. Juni, will Honeywell vor Börsenbeginn einen ersten detaillierten Ausblick für Honeywell Technologies geben. Finanzvorstand Mike Stepniak präsentiert dann die vorläufige Prognose für 2026.
Drei Tage später folgt ein eigener Investorentag für die künftige Automatisierungssparte in New York. Honeywell Technologies soll sich als reiner Player für Industrieautomatisierung und Autonomie-Technologie positionieren.
Die Neuausrichtung hat bereits konkrete Spuren hinterlassen. Honeywell hat in den vergangenen Monaten mehrere Geschäfte verkauft, darunter die Sparten für Produktivitätslösungen und Lagerhaus-Automatisierung.
Der Aktienkurs zeigt sich angesichts der Veränderungen verhalten. Am Donnerstag notierte die Aktie bei 187,46 Euro – ein Minus von acht Prozent innerhalb einer Woche. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von gut zwölf Prozent. Der RSI von 42 signalisiert eine neutrale Verfassung ohne Überverkauf.
Am 8. Juni folgen die konkreten Zahlen für Honeywell Technologies. Dann zeigt sich, ob der Markt die Pläne des neuen Automatisierungskonzerns mitträgt – oder ob die Unsicherheit über den Spin-off vorerst anhält.
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