Honeywell-Aktie: Entscheidende Woche!

Der Industriekonzern Honeywell stellt Quartalszahlen vor und treibt die Abspaltung seines Luftfahrtgeschäfts voran. Ein Vergleich mit Flexjet schafft Planungssicherheit.

Auf einen Blick:
  • Neue CFO-Besetzung für geplante Aerospace-Abspaltung
  • Vergleich mit Flexjet sichert langfristige Wartungseinnahmen
  • Erstes Quartalsergebnis mit neuer Segmentstruktur
  • Börsengang des Quantencomputing-Joint Ventures geplant

Die Aktie des Industriekonzerns Honeywell startet mit Schwung in eine entscheidende Woche. Neben den Quartalszahlen am Donnerstag verdichten sich die Anzeichen, dass die lang geplante strategische Neuausrichtung konkrete Formen annimmt. Zwei zentrale Entwicklungen könnten den Kurs weiter beflügeln.

Personalie beschleunigt Aerospace-Spinoff

Ein klares Signal für den Fortschritt der geplanten Abspaltung des Luft- und Raumfahrtgeschäfts ist die Personalie von Josh Jepsen. Der ehemalige Finanzchef von Deere & Company wird CFO der zukünftig eigenständigen Einheit, die unter dem Ticker „HONA“ an die Börse gehen soll. Zusammen mit weiteren erfahrenen Managern ist damit die Führungsstruktur für einen der weltweit größten reinen Aerospace- und Rüstungskonzerne besetzt. Der Spin-off soll in der zweiten Hälfte 2026 abgeschlossen werden.

Langfristige Planungssicherheit durch Vergleich

Kurzfristig entlastet hat Honeywell einen umfassenden Vergleich mit Flexjet. Die Beilegung langjähriger Vertragsstreitigkeiten bringt nicht nur eine Einmalzahlung von rund 470 Millionen US-Dollar mit sich, sondern sichert dem Unternehmen auch langfristige Wartungseinnahmen für Triebwerke bis 2035. Diese Klärung beseitigt eine erhebliche Unsicherheit für die Bewertung des Aerospace-Segments.

Parallel bereitet Honeywell den Börsengang seines Quantencomputing-Joint Ventures Quantinuum vor, was zu einer möglichen Neubewertung dieses Zukunftsfelds führen könnte. Die Aktie notiert aktuell bei etwa 186,60 Euro und hat sich nach einem schwächeren Jahresauftakt deutlich von ihren Tiefstständen erholt. Die technische Chartlage erscheint robust.

Neue Segmentstruktur bei Quartalszahlen

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun voll auf die Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal am 29. Januar. Erstmals wird Honeywell dabei sein neues, auf vier Bereiche verschlanktes Berichtswesen vorstellen: Aerospace Technologies, Industrial Automation, Building Automation sowie Process Automation and Technology. Diese Transparenz soll die Profitabilität der Automationssparten in den Vordergrund rücken, während sich der Aerospace-Bereich auf seine Unabhängigkeit vorbereitet. Die Ergebnisse werden zeigen, ob der aktuelle Aufwärtstrend fundamental unterfüttert ist.

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