Honeywell spaltet sich auf. Das Luftfahrtgeschäft fliegt aus dem Konzern. Künftig liegt der Fokus voll auf der industriellen Automatisierung. Das Ziel: Die Lücke zu Rivalen wie Siemens und Schneider Electric schließen.
Milliarden für Zukäufe
Für diesen Neustart nimmt das Management viel Geld in die Hand. Ein Budget von bis zu vier Milliarden US-Dollar steht für Übernahmen bereit. Damit will Honeywell im Automatisierungssektor aggressiv wachsen. Bis 2026 peilt der Vorstand einen Umsatz von rund 39 Milliarden US-Dollar an. Um diesen Übergang zu steuern, zieht Jillian Evanko neu in den Verwaltungsrat ein. Sie soll helfen, das schwache organische Wachstum anzukurbeln.
Fokus auf KI und Sicherheit
Neben Zukäufen setzt der Konzern auf eigene Software. Honeywell sponsert aktuell den ISA OT Cybersecurity Summit in Prag. Dort geht es um den Schutz kritischer Infrastruktur und neue EU-Richtlinien. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Fabriken voran. Die vorausschauende Wartung von Maschinen steht dabei im Mittelpunkt.
Aktie sucht Richtung
An der Börse reagieren Investoren abwartend. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 190,80 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von rund 14 Prozent auf der Kurstafel. Der Abstand zum Jahreshoch aus dem März beträgt gut zehn Prozent.
Technisch bewegt sich das Papier in einer neutralen Zone. Der Kurs pendelt exakt auf der 50-Tage-Linie. Die neue Ausrichtung auf Automatisierung muss nun handfeste Ergebnisse liefern. Gelingt das nicht, dürfte der Druck auf das Management schnell wieder steigen.
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