Ende Juni spaltet sich Honeywell in zwei unabhängige Unternehmen auf. Kurz vor diesem historischen Schnitt bekräftigt das Management seine Jahresziele. Der Industriegigant zeigt sich operativ robust.
Milliardenziele für das Restgeschäft
Für das laufende Jahr peilt der Konzern einen Umsatz von bis zu 39,8 Milliarden US-Dollar an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf maximal 10,65 US-Dollar steigen.
Nach der Abspaltung der Luftfahrtsparte entsteht „Honeywell Technologies“. Dieses verbleibende Automatisierungsgeschäft plant für 2026 mit Erlösen von rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Fokus liegt künftig voll auf Gebäudetechnik und Industrieautomation.
Drohnen und Cybersicherheit
Parallel dazu baut die noch integrierte Luftfahrtsparte ihr Geschäft aus. Honeywell liefert künftig Turboprop-Triebwerke an den Drohnenbauer Swarm Aero. Autonomes Fliegen gilt als zentraler Wachstumstreiber für die Sparte.
Zeitgleich erweitert der Konzern seine Software für industrielle Cybersicherheit. Ein neuer tragbarer Scanner soll kritische Infrastrukturen vor Angriffen schützen. Laut Unternehmensangaben haben nur wenige Industriebetriebe eigene Sicherheitsteams. Hier sieht Honeywell lukratives Potenzial.
Aktie im Konsolidierungsmodus
An der Börse sortieren sich Investoren vor dem Spin-off neu. Die Aktie schloss am Dienstag bei 187,38 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier knapp drei Prozent. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein solides Plus von gut 12 Prozent auf der Kurstafel.
Ein RSI-Wert von 44 signalisiert aktuell ein neutrales Terrain. Die Volatilität bleibt mit gut 27 Prozent erhöht. Kein Wunder. Der Markt muss die neue Kapitalstruktur erst einpreisen.
Die nächsten Tage bringen weitere Klarheit. Später in dieser Woche veranstaltet das Management eine Investorenkonferenz zum Automatisierungsgeschäft. Dort erklärt Honeywell, wie das Kapital nach der Trennung exakt verteilt wird.
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