Honda-Aktie: Desaster perfekt!

Honda revidiert seine Elektroauto-Pläne für den US-Markt drastisch und erwartet nun einen Milliardenverlust statt eines Gewinns. Der Kurswechsel verursacht hohe Kosten.

Auf einen Blick:
  • Honda rechnet mit einem Nettoverlust von 420 bis 690 Milliarden Yen für das laufende Geschäftsjahr
  • Ausgaben und Verluste von bis zu 2,5 Billionen Yen durch Strategiewechsel bei Elektrofahrzeugen
  • Entwicklung und Markteinführung mehrerer E-Modelle in den USA werden gestrichen
  • CEO Toshihiro Mibe verzichtet drei Monate lang auf 30 Prozent seines Gehalts

Die Elektroauto-Euphorie ist endgültig vorbei. Honda Motor streicht jetzt die Segel und kassiert die Gewinnprognose brutal ein. Statt eines erwarteten Gewinns von 300 Milliarden Yen steht nun ein Verlust von bis zu 690 Milliarden Yen im Raum. Das entspricht umgerechnet rund 4,3 Milliarden Dollar. Der japanische Autobauer zieht damit die Notbremse bei seiner Elektrostrategie.

Der Grund ist so simpel wie ernüchternd. Der nordamerikanische Markt für Elektrofahrzeuge schwächelt massiv. Die Amerikaner wollen schlicht keine E-Autos kaufen. Honda reagiert darauf und streicht die Entwicklung sowie Markteinführung mehrerer geplanter Elektromodelle für die USA komplett. Die Kosten für diesen radikalen Kurswechsel sind gewaltig. Bis zu 2,5 Billionen Yen oder umgerechnet 15,7 Milliarden Dollar werden über mehrere Geschäftsjahre hinweg fällig.

Honda Motor Co. Aktie Chart

Auch China belastet die Bilanz schwer

Dazu kommen noch Wertberichtigungen auf Investitionen in China. Der Wettbewerb dort ist brutal geworden. Die chinesischen Hersteller machen den etablierten Konzernen das Leben schwer. Honda muss hier Abschreibungen vornehmen, was die Bilanz zusätzlich belastet.

Immerhin zeigt das Management Verantwortung. CEO Toshihiro Mibe verzichtet für drei Monate auf 30 Prozent seines Monatsgehalts. Andere Führungskräfte folgen diesem Beispiel. Honda will sich jetzt auf Hybridmodelle konzentrieren und die soliden Gewinne aus dem Motorrad- und Finanzdienstleistungsgeschäft nutzen. Ob das reicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Der Schaden ist jedenfalls angerichtet.

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