Analystenlob und operative Weichenstellungen prägen die aktuelle Nachrichtenlage beim US-Konzern Home Depot. Am Dienstag nahm das Analysehaus Melius Research die Erstbewertung der Aktie mit einer Kaufempfehlung auf.
Die Experten riefen dabei ein Kursziel von 397 $ für den Titel aus. Damit traut das Analysehaus den Papieren ein deutliches Aufwärtspotenzial zu. An der Börse beendete das Papier den gestrigen Handelstag bei 254,60 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 14 Prozent.
Die positive Ersteinstufung fällt in eine Phase gezielter Investitionen in das eigene Versorgungsnetzwerk. Der Konzern treibt den Ausbau seiner Infrastruktur voran, um Kunden verlässlich mit Baumaterialien beliefern zu können. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt auf spezialisierte Umschlagplätze für schweres Frachtgut.
Neues Lieferzentrum für Neuengland
Ein zentraler Baustein dieser Logistikstrategie ging vor wenigen Tagen in Betrieb. Am 2. Oktober eröffnete Home Depot sein 18. Flatbed-Lieferzentrum in Westminster im US-Bundesstaat Massachusetts. Die neu geschaffene Anlage bedient den Großraum Boston sowie die Region Neuengland. Über solche Standorte werden sperrige Güter direkt per Pritschenwagen auf Baustellen transportiert.
Parallel zur Infrastruktur stehen Neuerungen im Produktsortiment im Mittelpunkt. Gestern gab das Unternehmen die Gewinner seiner Auszeichnungen für Innovationen bekannt. Die höchste Prämierung sicherten sich Schränke der Marken Hampton Bay und Glacier Bay mit dem ClickReady-System. Mit derartigen Angeboten will der Händler die Montagezeit bei Wohn- und Renovierungsprojekten spürbar verkürzen.
Hilfen nach Insolvenzfall in Connecticut
Neben den operativen Erweiterungen engagiert sich das Unternehmen derzeit bei der Beilegung von Verbraucherproblemen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Connecticut stellte Home Depot 1,235 Millionen $ an Hilfen für 286 Kunden bereit. Die Betroffenen hatten unter der Insolvenz des Anbieters Wren Kitchens gelitten. Das Unternehmen kündigte an, diese Unterstützungsmaßnahmen noch bis zum 31. Oktober fortzusetzen.
Die bereitgestellten Mittel sollen sicherstellen, dass betroffene Haushalte ihre Vorhaben trotz des Ausfalls des Küchenbauers abschließen können. Für Home Depot dient dieser Schritt dazu, Kundenbeziehungen in der Region zu festigen und das Vertrauen im Heimatmarkt zu bewahren.
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