Die Hochtief-Aktie ist dieser Tage von einer hohen Volatilität gekennzeichnet. Nachdem es für den deutschen Baukonzern am gestrigen Mittwoch um sieben Prozent nach oben ging, sackt der Kurs am Donnerstagvormittag wieder um vier Prozent ab. Was steckt hinter den hohen Kursschwankungen von Hochtief?
Bullen versus Bären
Konkrete Nachrichten von oder über Hochtief, die als Auslöser für die hohen Kursausschläge infrage kommen, sucht man vergeblich. Offenbar sind sich Anleger momentan nicht über die Bewertung der Hochtief-Aktie einig.
In der Tat kämpfen derzeit Bullen und Bären um die Deutungshoheit beim Baukonzern. Die Bullen feiern Hochtief als heimlichen Gewinner des KI-Booms. Über die US-Tochter Turner und die australische CIMIC baut der Konzern im großen Stil Rechenzentren für Tech-Giganten.
Bei der Vorlage der Zahlen für das Quartal zeigte sich das deutlich: Der währungsbereinigte operative Konzerngewinn sprang um 41 Prozent auf 217 Millionen Euro nach oben, getrieben durch die US-Infrastruktur-Projekte. Der Auftragseingang wuchs um 17 Prozent auf gigantische 79,3 Milliarden Euro.
Die Bären argumentieren hingegen, dass die Hochtief-Aktie bereits seit geraumer Zeit an der Börse zu heiß gehandelt wird. Ein Forward-KGV von 35 ist für einen nicht sonderlich profitablen Baukonzern ein außergewöhnlich hoher Wert. Er zeigt, wie viel Zukunftsfantasie derzeit in den Aktienkurs von Hochtief eingepreist wird.
Ein weiterer Grund
Darüber hinaus gibt es auch einen strukturellen Grund für die Volatilität der Hochtief-Aktie, und zwar die Aktionärsstruktur. Der spanische Baukonzern ACS hält die absolute Mehrheit der Anteile an Hochtief. Der verbleibende freie Streubesitz an den Börsen ist verhältnismäßig gering. Wenn in einem solchen Marktumfeld große Fonds und Privatanleger gleichzeitig ein- oder aussteigen, führt das mangels hoher Liquidität sofort zu überproportional großen Kurssprüngen oder eben -einbrüchen.
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