Der Essener Baukonzern Hochtief baut sein internationales Projektportfolio über seine operativen Konzerngesellschaften weiter aus. Am Donnerstag vermeldete das Unternehmen einen neuen Zuschlag für eine Aufbereitungsanlage in Australien sowie die Berücksichtigung der US-Tochter Turner bei einem Großprogramm der amerikanischen Streitkräfte. Die Aktie verzeichnete am heutigen Handelstag ein Minus von 1,2 Prozent und notierte bei 401,00 Euro.
Aufbereitungsanlage im australischen Northern Territory
In Australien sicherte sich die zur CIMIC-Gruppe zählende Sedgman einen EPC-Auftrag von KGL Resources. Die Gesellschaft übernimmt Planung, Beschaffung und Bau der Aufbereitungsanlage für das dortige Jervois-Kupferprojekt. Das Vorhaben im Northern Territory stärkt die Präsenz der Konzerntochter im australischen Rohstoffsektor, der für Hochtief über die Beteiligungen der CIMIC-Gruppe traditionell ein bedeutendes Standbein bildet.
Rahmenvertrag für die US-Luftwaffe
In den Vereinigten Staaten verbuchte die Tochtergesellschaft Turner Construction Company einen weiteren Erfolg im öffentlichen Sektor. Turner wurde von der US-Luftwaffe als einer von acht Auftragnehmern für das FARM-III-Programm ausgewählt. Die gemeinsame Rahmenvereinbarung hat eine Gesamtobergrenze von 900 Millionen US-Dollar und eine Laufzeit bis zum 4. September 2034.
Die Aufträge unterstreichen die geografische Verteilung der Aktivitäten über Kernmärkte in Nordamerika und der Region Asien-Pazifik. Parallel dazu konnte die Konzerngesellschaft Thiess ihren Vertrag für Minendienstleistungen am Okvau-Goldprojekt in Kambodscha um zwei Jahre verlängern. Diese langfristigen Vereinbarungen und Rahmenabkommen erhöhen die Planungssicherheit für künftige Bau- und Serviceleistungen.
Milliardenprojekt in Großbritannien
Auf europäischer Ebene stützt zudem ein Großprojekt die Pipeline. Hochtief Infrastructure wurde am 30. September von Sellafield Ltd für Los 2 des nuklearen Rahmenvertrags PACE in Großbritannien ausgewählt. Dieser langfristige Vertrag hat eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren und weist einen geschätzten Wert von 1,75 Milliarden Euro auf.
Blick auf den Zwischenbericht
Mit den jüngsten Vereinbarungen bleibt das operative Geschäft breit aufgestellt, was sich auch in der Gesamtentwicklung des Papiers widerspiegelt: Seit Jahresanfang steht bei der Hochtief-Aktie ein Kursgewinn von 20 Prozent zu Buche. Detaillierte Zahlen zur finanziellen Entwicklung und zum Auftragsbestand folgen am 5. November. An diesem Tag legt der Konzern seinen Zwischenbericht für den Zeitraum von Januar bis September vor.
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