Über seine Tochter CIMIC ist der deutsche Baukonzern Hochtief an dem australischen Bergbaudienstleister Thiess beteiligt. Dies kommt dem Konzern mit Blick auf die wachsende Bedeutung kritischer Rohstoffe nun mehr und mehr zugute.
Hochtief-Aktie: Thiess unterstützt Gold- und Antimonprojekt in Südaustralien
So hat Hochtief kürzlich gleich zwei Aufträge für seine Beteiligung Thiess gemeldet. Für das Hillgrove‑Projekt in South Australia übernimmt Thiess künftig Arbeiten rund um Antimon und Gold – zwei Mineralien, die weltweit als strategisch wichtig gelten. Antimon wird unter anderem für militärische Anwendungen benötigt. Gold bleibt ein zentraler Rohstoff zur Absicherung der weiter zunehmenden globalen Unsicherheiten.
Der Auftrag umfasst laut Unternehmen sowohl Erschließungs‑ als auch Betriebsleistungen. Damit stärkt Thiess seine Position im wachsenden Markt für „Critical Minerals“, also Rohstoffe, die für Energiewende‑Technologien, Hightech‑Industrien und das Militär unverzichtbar sind.
Hochtief-Aktie: 700‑Millionen‑Dollar‑Deal für Kupferprojekt in Queensland
Zusätzlich hat Thiess ein Allianz‑Abkommen mit dem Bergbauunternehmen Harmony für das Eva‑Kupferprojekt in Queensland abgeschlossen. Das Volumen liegt bei rund 700 Millionen australischen Dollar. Thiess soll dort unter anderem die Mineninfrastruktur aufbauen und den späteren Betrieb unterstützen. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für Stromnetze, Elektromobilität und erneuerbare Energien – entsprechend hoch ist die Nachfrage.
Hochtief hält eine Mehrheitsbeteiligung an Thiess und profitiert daher direkt von steigenden Umsätzen und langfristigen Serviceverträgen. Besonders attraktiv: Bergbau‑Dienstleistungen liefern oft stabile, mehrjährige Cashflows, die weniger konjunkturanfällig sind als klassische Bauprojekte. Zudem stärkt Hochtief seine Präsenz in Zukunftsbranchen wie Energie‑ und Rohstoffversorgung.
Hochtief-Aktie profitiert von KI-Boom
Die Hochtief-Aktie steht auf 3-Jahres-Sicht mit rund 515 % im Plus (Stand: 05.01.2026, 12:00 Uhr) und ist damit eine der stärksten MDax-Aktien der jüngeren Vergangenheit. Der Essener Baukonzern, der hauptsächlich im Ausland aktiv ist, gilt als ein großer Profiteur des KI-Booms, da er maßgeblich am Bau von Rechenzentren beteiligt ist.
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