Hochtief verzeichnet weitere Erfolge bei der Vergabe internationaler Infrastrukturprojekte. Der Konzern konnte in den vergangenen Tagen wichtige Aufträge in Australien und Großbritannien gewinnen. Damit festigt das Unternehmen seine Position in zwei Kernmärkten, während sich die Stimmung in der Baubranche insgesamt aufzuhellen beginnt.
Zusätzliche Kapazitäten für das Townsville Correction Centre
Ein zentraler Erfolg wurde am Mittwoch der vergangenen Woche durch die Tochtergesellschaft CPB Contractors gemeldet. Das Unternehmen wurde als Managing Contractor für das Townsville Correction Centre Capacity Uplift Project in Queensland ausgewählt. Das Bauvorhaben zielt darauf ab, die Kapazitäten der Einrichtung in Australien deutlich zu erweitern.
Konkret sollen im Rahmen dieses Projekts rund 400 zusätzliche Betten beziehungsweise 200 neue Zellen geschaffen werden. Für die Hochtief-Tochter wird durch diesen Auftrag ein Umsatz von etwa 730 Millionen AUD erwartet. Die Beauftragung unterstreicht die anhaltende Dynamik der australischen Tochtergesellschaften innerhalb des Konzernverbunds.
Infrastrukturausbau in der britischen Hauptstadt
Parallel dazu konnte ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Hochtief beteiligt ist, in Europa punkten. Am Montag der Vorwoche gab der Konzern bekannt, dass das Joint Venture Hochtief-Murphy einen Zuschlag von National Grid erhalten hat. Dabei geht es um den umfassenden Ausbau des Stromnetzes im Norden Londons.
Das Projekt beinhaltet die Verlegung von rund 60 Kilometern neuer Kabelinfrastruktur sowie die Modernisierung von Umspannwerken. Zudem sieht der Vertrag den Austausch bestehender Freileitungen vor, um die Energieversorgung der britischen Metropole langfristig zu sichern und zu modernisieren.
Finanzielle Stabilität und Ausblick
An der Börse konnte die Aktie am gestrigen Montag nicht von der positiven Nachrichtenlage profitieren. Das Papier beendete den Handel bei 416,20 Euro, was einem Rückgang von 2,3 Prozent entspricht.
Trotz dieser kurzfristigen Schwäche weist der Titel seit Jahresbeginn eine positive Entwicklung auf und legte um 24 Prozent zu. Analysten der Deutschen Bank hatten die Coverage für den Wert vor knapp drei Wochen mit einer Einstufung auf „Hold“ begonnen.
Die fundamentale Bewertung des Unternehmens wurde bereits vor rund einem Monat gestärkt, als S&P Global Ratings das Kreditrating auf BBB hochstufte. Dieser Schritt zum Investment-Grade-Rating erfolgte in einem Umfeld, in dem auch die breitere Baukonjunktur Lebenszeichen zeigt.
Medienberichten zufolge verzeichnete insbesondere der Wohnungsbau im ersten Halbjahr den stärksten Anstieg seit 2016. Anleger warten nun auf den 5. November, wenn Hochtief den Zwischenbericht für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres präsentieren wird.
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