Hexagon geht mit einer komplett neuen Struktur in die nächste Börsenwoche. Die Abspaltung des Softwaregeschäfts Octave Intelligence ist abgeschlossen, nun beginnt die Preisfindung für zwei getrennte Unternehmen. Das macht die Aktie kurzfristig schwerer lesbar.
Im Euro-Handel schloss Hexagon am Freitag bei 7,98 Euro und legte damit um 1,97 Prozent zu. Der kurze Rebound ändert wenig am schwachen Bild: Seit Jahresanfang steht ein Minus von 20,04 Prozent.
Die Aktie notiert nur knapp über dem 52-Wochen-Tief bei 7,83 Euro. Sie liegt außerdem klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,93 Euro, während der RSI von 81,5 eine schnelle Gegenbewegung signalisiert.
Octave startet eigenständig
Octave Intelligence soll am Montag mit Swedish Depository Receipts an der Nasdaq Stockholm starten. Später in der Woche ist der reguläre Handel der B-Aktien am Nasdaq Stock Market in New York vorgesehen.
Damit trennt Hexagon sein Industrie-Softwaregeschäft vom Kern rund um Messtechnik, Positionierung und autonome Sensoren. Octave wird als reiner Anbieter von Unternehmenssoftware und SaaS-Lösungen an den Markt gehen.
Die neue Einheit bringt Gewicht mit. Octave erzielte zuletzt rund 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und kommt auf etwa 1,1 Milliarden US-Dollar jährlich wiederkehrende Erlöse. Zum Portfolio gehören unter anderem Asset Lifecycle Intelligence sowie die Bereiche Safety, Infrastructure und Geospatial.
Hexagon schärft den Kern
Für Hexagon selbst soll der Split mehr Fokus schaffen. Das Unternehmen will sich stärker auf Präzisionsmessung, industrielle Inspektion und Sensorik konzentrieren. Der Markt prüft nun, ob diese klarere Struktur den bisherigen Konglomeratsabschlag verringert.
Parallel dazu baut Hexagon weiter zu. Der Konzern hat eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf von Waygate Technologies für rund 1,45 Milliarden US-Dollar geschlossen. Der Zukauf soll die Position in der zerstörungsfreien Prüfung stärken und im späteren Jahresverlauf abgeschlossen werden.
Eine Belastung bleibt der Markenumbau. Im Zuge der Umstellung auf die einheitliche Marke Octave prüft das Unternehmen ältere Markenwerte. Daraus könnten im zweiten Quartal nicht zahlungswirksame Wertminderungen von bis zu 481,2 Millionen US-Dollar entstehen.
Preisfindung wird zum Test
Die nächste Woche dürfte vor allem von der ersten Bewertung der getrennten Einheiten geprägt sein. Hexagon handelt dann ohne das Octave-Geschäft, Octave muss als eigenständiger Softwarewert Vertrauen aufbauen.
Am Montag liefern die ersten Octave-Kurse in Stockholm den Startpunkt. Der spätere Handel in New York dürfte den zweiten Maßstab setzen. Für Hexagon zählt danach, ob der schlankere Konzern seine Stärken bei Robotersensoren und KI-gestützter Analyse in bessere Margen übersetzen kann.
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