Hexagon steckt mitten in einer Rosskur. Der schwedische Konzern sortiert sein Portfolio radikal neu und setzt verstärkt auf Softwarelösungen. Ende Juli müssen die Skandinavier beweisen, dass dieser Kurswechsel bereits erste Früchte trägt.
Portfolioumbau und Ausgliederungen
Das Management treibt den Wandel zum Software-Spezialisten voran. Ziel ist ein höherer Anteil an wiederkehrenden Umsätzen mit besseren Margen. Dafür trennt sich Hexagon konsequent von Randbereichen. Die Sparte für Design und Engineering steht zum Verkauf.
Parallel dazu bündelt das Unternehmen mehrere Geschäftsbereiche in der neuen Einheit Octave Intelligence. Diese soll künftig eigenständig agieren. Durch Zukäufe wie den Spezialisten ITRES stärkt der Konzern gleichzeitig seine Position bei der modernen Luftbild-Kartierung.
Neue Ziele für die Marge
Die langfristige Strategie sieht eine deutliche Steigerung der Profitabilität vor. Bis zum Jahr 2030 soll die operative Marge (EBITAC) auf bis zu 26 Prozent klettern. Die Umwandlung von Gewinn in Barmittel soll dabei nahezu 100 Prozent erreichen.
Anleger reagierten zuletzt skeptisch auf das Tempo der Transformation. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn gut 29 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 7,16 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem Jahrestief.
Am Mittwoch der letzten Juli-Woche liefern CEO Anders Svensson und CFO Enrique Patrickson die Zahlen zum zweiten Quartal. In einer Telefonkonferenz wird das Management erklären müssen, wie es die ambitionierten Ziele trotz der aktuellen Kursflaute erreichen will.
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