Der Schokoladenkonzern verdoppelt im dritten Quartal seinen bereinigten Gewinn je Aktie, doch das Wachstum kommt fast ausschließlich über höhere Preise. Die Absatzmengen gingen deutlich zurück. Konzernchef Kirk Tanner spricht von „stetigen Fortschritten“, räumt aber ein, dass die Verbraucher vorsichtiger werden.
Preis schlägt Menge
Der Umsatz stieg um 3,0 Prozent auf 3,28 Milliarden Dollar. Organisch und währungsbereinigt blieb davon nur ein Plus von 0,8 Prozent. Die Preise legten um rund 11 Prozent zu, das Volumen sank um etwa 10 Prozent. Im Kerngeschäft Süßwaren in Nordamerika fiel der Mengenrückgang mit 11 Prozent besonders deutlich aus. Der Konzern führt das auf Preiselastizität zurück.
Der US-Absatz an der Ladenkasse wuchs nur um 0,8 Prozent, der Marktanteil bei Süßwaren sank. Im Vorjahr hatte eine große Reese-Neuheit die Vergleichsbasis nach oben getrieben.
Besser lief es bei den salzigen Snacks. Der Umsatz legte um 22,3 Prozent zu, vor allem dank der übernommenen Marke LesserEvil. Organisch wuchs das Segment um 2,3 Prozent. Das internationale Geschäft schwächelte dagegen und rutschte mit einem Segmentverlust von 30 Millionen Dollar tiefer in die roten Zahlen.
Marge erholt sich kräftig
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 2,64 Dollar, der ausgewiesene auf 2,88 Dollar. Die bereinigte Bruttomarge sprang auf 42,7 Prozent, nach 31,8 Prozent im Vorjahresquartal. Treiber waren die Preise, günstigere Rohstoffe, Einsparprogramme und Zollrückerstattungen. Der ausgewiesene Gewinn profitierte zusätzlich von Bewertungsgewinnen aus Rohstoffderivaten.
Gebremst wurde die Entwicklung durch höhere Ausgaben. Die Werbeausgaben stiegen um 17,1 Prozent, die übrigen Verwaltungs- und Vertriebskosten um 14,5 Prozent, vor allem wegen Investitionen in Technologie und Fähigkeiten.
Prognose angehoben
Das Management hebt den Ausblick an. Für das Gesamtjahr erwartet es nun ein bereinigtes Gewinnwachstum je Aktie von 36 bis 38,5 Prozent, zuvor waren es 32,5 bis 35 Prozent. Das bereinigte Ergebnis soll damit zwischen 8,58 und 8,74 Dollar liegen.
Der Zuwachs hängt teilweise an Zollrückerstattungen von rund 0,22 Dollar je Aktie im dritten Quartal. Künftige Rückerstattungen sind in der Prognose nicht enthalten.
Beim organischen Umsatzwachstum wird die Spanne dagegen auf rund 3 Prozent eingegrenzt, zuvor lag sie bei 3 bis 3,5 Prozent. Die Gewinnanhebung beruht also auf Marge und Einmaleffekten, nicht auf stärkerer Nachfrage.
Aktionäre erhalten für das Quartal eine Dividende von 1,452 Dollar je Stammaktie. Sie ist zahlbar am 15. Dezember 2026 an Inhaber, die am 16. November im Register stehen. Es ist die 387. Dividende in Folge.
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