Hermes Aktie: Lederwaren tragen Quartal

Symbolbild, KI-generiert

Der Quartalsumsatz stieg währungsbereinigt um 4,3 Prozent; Hermes bestätigte sein nicht beziffertes mittelfristiges Umsatzziel.

Auf einen Blick:
  • Lederwarenumsatz steigt um 12,4 Prozent
  • Amerika verzeichnet das stärkste regionale Wachstum
  • Umsatz in Asien-Pazifik stagniert
  • Mittelfristiges Umsatzziel bleibt bestätigt

Hermes wächst weiter, aber nicht so stark wie erhofft. Im dritten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 4,3 Prozent auf fast 4,1 Milliarden Euro zu. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit mehr gerechnet, vor allem wegen des schwachen Asien-Geschäfts.

Amerika und Europa gleichen aus

Die Lederwaren und Sattlerei, größte Sparte des Konzerns, wuchsen im Quartal um 12,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Neue Modelle und ikonische Stücke stießen auf starke Nachfrage, zugleich baut Hermes die Produktionskapazitäten weiter aus.

Regional lieferte Amerika den größten Schub: Der Umsatz stieg dort um 10,7 Prozent, getragen von allen Ländern und Produktlinien. Neue Läden in Chicago, New York und Rio de Janeiro halfen dabei. Europa ohne Frankreich legte um 8,6 Prozent zu, unterstützt von Südeuropa und dem im Juni eröffneten Flagship-Store in London. Japan wuchs um 3,4 Prozent, getragen von treuen einheimischen Kunden.

Schwäche in Asien und im Nahen Osten

Schwächer lief es anderswo. Im Raum Asien-Pazifik, zu dem Hermes China zählt, stagnierte der währungsbereinigte Umsatz im Quartal, Analysten hatten rund 1,6 Prozent Wachstum erwartet. Der Konzern spricht von einem „schwierigeren Umfeld“ in Greater China, das über neun Monate stabil blieb.

Südkorea schlug sich solide. Im Nahen Osten sank der Umsatz um 2,8 Prozent, was das Unternehmen mit der komplexen geopolitischen Lage begründet. Uhren und Bekleidung bremsten ebenfalls.

Über neun Monate kommt Hermes auf 12,3 Milliarden Euro Umsatz. Das sind währungsbereinigt 6 Prozent mehr, zu aktuellen Kursen aber nur rund 3 Prozent. Wechselkurse kosteten etwa 310 Millionen Euro.

Mittelfristziel bleibt

Konzernchef Axel Dumas betonte, Hermes setze sein profitables Wachstum „trotz eines komplexen Umfelds“ fort. Das mittelfristige Umsatzziel bestätigte der Konzern, nannte aber keine Zahl. Zuletzt schloss die Aktie bei 1.356,50 Euro. Die Jahreszahlen legt Hermes am 12. Februar 2027 vor.

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