Die Hermes-Aktie ist mit einem Kursverlust von zehn Prozent am Mittwochnachmittag der große Verlierer im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. Am Vormittag rauscht der Kurs des französischen Luxusgüteranbieters zwischenzeitlich sogar um 15 Prozent nach unten. Was sorgte für eine so große Enttäuschung an der Börse?
Umsatzrückgang im letzten Quartal
Es waren die schwachen Quartalszahlen von Hermes. Der Hersteller von Luxusprodukten musste im abgelaufenen Vierteljahr einen Umsatzrückgang von 1,4 Prozent verkraften. Der starke Euro vermieste den Franzosen das Geschäft in Übersee. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 5,6 Prozent.
Vor allem der Heimatmarkt Frankreich und der für Hermes so wichtige arabische Markt schwächelten. Man kann zu Recht sagen, dass die Franzosen derzeit ein Opfer des Iran-Krieges sind, der sich negativ auf die Kauflaune der Konsumenten im Nahen Osten auswirkt. Aber auch die wichtigste Absatzregion Asien verzeichnete nur ein minimales Wachstum.
Gute Geschäfte machte Hermes mit seinen Lederwaren. Der Umsatz mit Parfüms und Schönheitsprodukten bliebt stabil. Sorgenkinder waren die Bereiche Uhren und Seide.
Luxus läuft derzeit nicht
Luxus scheint derzeit an der Börse nicht mehr zu laufen. Bereits am Montag hatte der weltgrößte Luxusgüterkonzern LVMH mit seinen Zahlen den Markt enttäuscht.
Besserung ist derzeit kaum in Sicht für die Hermes-Aktie, die nun auf einem 4-Jahrestief notiert. Solange sich die Konsumstimmung in China nicht signifikant verbessert und die Krise im Nahen Osten nicht ausgestanden ist, dürfte der Luxuswarenhersteller seine Wachstumsschwäche nicht abschütteln können.
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